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	<title>Der Finanz-Experte &#187; osteuropäische Risiken</title>
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	<description>News aus der Finanzwelt</description>
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		<title>Vielversprechende Aussichten in Mittel- und Osteuropa</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 10:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finanz-Experte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trends und Tendenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Handel Osteuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionsgeschäfte Osteuropa]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach einer aktuellen Studie befragte Atradius rund 300 Unternehmer zum Thema Chancen und Risiken in Mittel- und Osteuropa (MOE). Im kommenden Jahr erwarten rund 40 Prozent der Befragten dürftige, 30 Prozent große beziehungsweise riesige Auswirkungen der Wirtschaftskrise in MOE. In den kommenden drei Jahren rechnen 61 Prozent mit einem Zuwachs des Umsatzes von mehr als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach einer aktuellen Studie befragte Atradius rund 300 Unternehmer zum Thema Chancen und Risiken in Mittel- und Osteuropa (MOE). Im kommenden Jahr erwarten rund 40 Prozent der Befragten dürftige, 30 Prozent große beziehungsweise riesige Auswirkungen der Wirtschaftskrise in MOE. In den kommenden drei Jahren rechnen 61 Prozent mit einem Zuwachs des Umsatzes von mehr als 6 Prozent und 91 Prozent mit wachsenden Renditen in diesen Gebieten.</strong></p>
<p>Generell ist die Lage der Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa eine durchaus viel versprechende, auch wenn harte Zeiten bevorstehen. Die Studie „Zeit der Bewährung: Investitions- und Handelsgeschäfte in Mittel- und Osteuropa&#8221; belegte, dass die EU-Mitglieder Ungarn, Polen, Tschechien, die Slowakei, die Baltischen Staaten, Rumänien, Bulgarien und Slowenien nach dem Aufschwung der vergangenen Jahre ebenso vor ihren Bewährungsproben wie Kroatien und Serbien stünden.</p>
<p><span id="more-712"></span></p>
<p>Insgesamt wächst die gesamtwirtschaftliche Instabilität. Etwa 50 Prozent der Teilnehmer meinte, dass die Risiken für ihre Firmen schon seit drei Jahren zugenommen hätten, 55 Prozent stellten fest, dass die Ertragsmöglichkeiten deutlich gestiegen seien. In den nächsten 12 Monaten erwarten etwas 40 Prozent der befragten Betriebe mäßige, 30 Prozent große beziehungsweise sehr große Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Mittel- und Osteuropa.</p>
<p>Die Aufregung an den Kreditmärkten betrifft weitestgehend Staaten in Osteuropa, die eine große Abhängigkeit von ausländischen Investitionen aufweisen und zudem eine übermäßige Schuldenzunahme in den letzten Jahren verzeichnet hätten. Bislang haben bereits Ungarn, Lettland und Serbien der Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bedurft, Ungarn und Lettland sind darüber hinaus von Maßnahmen der Europäischen Union (EU) abhängig.</p>
<p>Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Länder die Hilfe der EU in Anspruch nehmen müssen. Durch die für dieses Jahr prognostizierte Rezession an den westeuropäischen Märkten würden zudem kleinere Volkswirtschaften in den Gegenden Mittel- und Osteuropas ausgebremst. Allein Ungarn exportiert etwa 60 Prozent seiner Güter in die westeuropäischen Mitgliedsstaaten der EU.</p>
<p>Die befragten Unternehmen erwarten, dass die Wirtschaftsleistung in Ungarn, Lettland und Estland sich sogar verringern wird. Waren die ausländischen Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa im Jahr 2008 schon rückläufig, so erwartet man in der Studie für 2009 einen weiteren harten Eingriff unter dem Einfluss der weltweiten Krise.</p>
<p>Auch wenn die Sorgen groß sind, was die momentane gesamtwirtschaftliche Instabilität betrifft, so sind die Einschätzungen zu den langfristigen Wachstums- und Wirtschaftsperspektiven auf den mittel- und osteuropäischen Märkten optimistisch. Im Laufe der nächsten drei Jahre rechnen die meisten Unternehmen in der Region mit einem Umsatzwachstum von über 6 Prozent. Entsprechend gehen rund 90 Prozent der Befragten von steigenden Einnahmen in den kommenden drei Jahren aus. Begründet wird dies durch die noch nicht stattgefundene Übersättigung wie in den westeuropäischen Ländern.</p>
<p>Darüber hinaus ist der Kostenaufwand deutlich geringer als in den westlichen Staaten der EU. Der intensive Wettbewerb in den westlichen Staaten erweitert das Engagement der Unternehmen in Mittel- und Osteuropa und nutzt aufgrund der geringfügigen Kostenbasis die Optionen des Outsourcings. Die Unternehmen könnten sich dadurch auf ein reines Wachstum konzentrieren, nicht auf die Einsparung von Kosten.</p>
<p>Der demografische Wandel in Mittel- und Osteuropa wird als Defizit aufgefasst. Die Bevölkerungszahl wird in naher Zukunft rapide abnehmen. Diese Faktoren der Bevölkerungsentwicklung würden allerdings durch den technologischen Wandel und wachsenden Wohlstand aufgewogen. Die teilnehmenden Befragten beobachten zudem eine Translokation zwischen den mittel- und osteuropäischen Märkten. Polen wird für die meisten Unternehmen ein lukrativer Markt bleiben, die Betriebe werden aber innerhalb der nächsten drei Jahre deutlich auf diesen Märkten expandieren. Besonders die wachsenden Märkte des Balkans, welche  deutlichen Aufholbedarf haben, werden noch Entwicklungschancen bekommen und wecken das Interesse von Unternehmen.</p>
<p>Als primäres Hindernis wird die undurchschaubare Bürokratie genannt. Hierzu zählen überwiegend die vorherrschende Infrastruktur und die steigenden Kosten im Lohnbereich. Zudem kommt die Korruption und politische Instabilität der Balkanländer als mögliche Schwierigkeit hinzu.</p>
<p>Quelle: www.atradius.de</p>
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