Posts Tagged ‘Finanzkrise’

Abgeltungsteuer: Verluste an der Börse können ab 2009 steuermindernd wirken

Schon jetzt haben die Turbulenzen an den Finanzmärkten sich massiv auf dem internationalen Wertpapiermarkt ausgewirkt. Aufgrund der negativen Entwicklungen von Aktienkursen fragen sich viele Anleger: Verkaufen oder halten? “Wer plant, seine Aktien, Fonds oder Zertifikate zu verkaufen, sollte Verluste wenn möglich innerhalb der Spekulationsfrist realisieren”, rät Konzernleiter des Commerzbank Private Banking, Dr. Thorsten Reitmeyer. Denn zum 1. Januar 2009 ändert sich mit der Einführung der Abgeltungsteuer nicht nur die Besteuerung von Kapitaleinkünften in Deutschland grundlegend, auch beim Umgang mit Verlusten treten gänzlich neue Regelungen in Kraft. So dürfen beispielsweise Spekulationsverluste durch den Verkauf von vor dem 1. Januar 2009 erworbenen Wertpapieren ins nächste Jahr übertragen und dann mit neuen Veräußerungsgewinnen verrechnet werden. So steht dem schmerzlichen Verlust zumindest ein Steuervorteil als Trostpflaster gegenüber.

Bisher dürfen Verluste aus Spekulationsgeschäften nur mit Spekulationsgewinnen verrechnet werden. Gewinne, die durch den Verkauf eines Wertpapiers nach über einem Jahr Haltedauer entstehen, sind derzeit steuerlich nicht relevant. Und wo keine Steuer gezahlt werden muss, können auch Verluste nicht geltend gemacht werden. Die übrigen Verluste aus Kapitalvermögen können auch heute schon im Rahmen der Steuererklärung grundsätzlich auf die Einnahmen und Gewinne aus allen anderen Einkunftsarten angerechnet werden. (weiterlesen…)

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 15th, 2008 1 Comment

Weltwirtschaft: Es geht weiter bergab

Durch die Kette von Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen ist der Finanzsektor risikoscheu geworden – so risikoscheu, dass die Banken nicht mehr bereit sind, Kredite zu erteilen – noch nicht einmal untereinander. Deshalb fürchten führende Wirtschaftsfachleute wie der Chefvolkswirt der britischen Investmentgesellschaft Schroders, Keith Wade, dass durch diese Klemme im Kreditsystem die beabsichtigte Wirkung der letzten Leitzinssenkungen die Realwirtschaft nicht erreichen könnten. Wade geht davon aus, dass die Kapitalkosten in der reale Wirtschaft so lange hoch bleiben, bis das Vertrauen zwischen den einzelnen Finanzinstituten wieder zunimmt. Er zeichnet ein düsteres Bild der weiteren Entwicklung und ist damit nicht allein: Die Stimmen mehren sich, denen zufolge eine weltweite Rezession ins Haus steht. Wade schreibt in einem aktuellen Marktkommentar:

„Die britische Regierung kündigte die Bereitstellung einer Finanzspitze für das britische Bankensystem an. Dieser Schritt führt effektiv zur Teilverstaatlichung der größten Banken des Landes. Außerdem erhalten diese Banken Auflagen in Bezug auf ihr Handeln, ihre Kreditpolitik sowie ihre Dividenden- und Vergütungsrichtlinien.

Der britische Ansatz zur Stützung des nationalen Finanzsektors unterscheidet sich von den Maßnahmen, die bereits in den USA eingeleitet wurden. Bei dem vom US-Kongress verabschiedeten 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket werden die staatlichen Gelder dazu genutzt, den angeschlagenen Banken „giftige“ Anlagewerte wie hypothekenbesicherte Wertpapiere abzukaufen. Im Gegensatz dazu schlägt die britische Regierung eine direktere Form der Rekapitalisierung für die Branche vor. In früheren Finanzkrisen hat sich diese Lösung zur Wiederherstellung des Marktvertrauens als die erfolgreichere erwiesen. (weiterlesen…)

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 13th, 2008 No Comments

Bauherren profitieren von der Finanzkrise: Zinsrutsch zu Wochenbeginn

Konditionen für Kredite sinken innerhalb von zwei Tagen um bis zu 0,44 Prozentpunkte

Angehende Bauherren können von der Krise an den Finanzmärkten profitieren. Zum Wochenbeginn hat ein Großteil der Banken die Zinsen für Immobilienkredite deutlich gesenkt. Die Konditionen sind nach Angaben des Baugeldvermittlers Enderlein innerhalb von zwei Tagen um bis zu 44 Basispunkte gesunken. Während Kredite mit 20-jähriger Zinsbindung in der vergangenen Woche noch mehr als 5 Prozent kosteten, können sie derzeit zu Effektivzinssätzen ab 4,70 Prozent aufgenommen werden.

Damit notieren Bauzinsen aktuell auf einem Sechs-Monats-Tief. „Ein zehnjähriger Kredit über 200.000 Euro verbilligt sich durch den jüngsten Zinsrutsch um rund 6.000 Euro“, sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Von den Konditionssenkungen sind Kredite mit kurzen und langen Zinsbindungen gleichermaßen betroffen, wobei Langläufer deutlich günstiger geworden sind.

„Darlehensnehmer sollten sich den derzeitig niedrigen Zinssatz mit einer langen Zinsfestschreibung von 20 Jahren sichern. 20-jährige Kredite sind im Augenblick sogar wieder etwas preiswerter als zehnjährige Darlehen“, sagt Hölscher. Wer ein konkretes Finanzierungsvorhaben hat, sollte nicht auf weitere Zinssenkungen spekulieren. „Das Zinstief erlaubt einen historisch günstigen Immobilienerwerb. Gerade Privatleute sollten raus aus spekulativen Investitionen und rein in die Backsteine.“

www.enderlein.com

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 9th, 2008 No Comments