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Bankberatung ist nach wie vor schlecht

Die Beratung der Banken ist nach wie vor schlecht. Dies hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen in Zusammenarbeit mit WISO herausgefunden.

Verkauft wird, was die Unternehmensleitung für gut befindet, ohne Kenntnis über den finanziellen Hintergrund eines potentiellen Kunden.
„Dieses Ergebnis ist bestürzend, müssen Banken doch eigentlich durch die anlegerfreundlichen Entscheidungen in der jüngsten Zeit befürchten, von tausenden Anlegern auf Schadensersatz in Anspruch genommen zu werden. Dass sie dennoch ihre bisherige Beratungspraxis trotz Finanzkrise fortsetzen, ist nicht nachvollziehbar,“ so RAin Bettina Wittmann aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH, welche gleichzeitig Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht ist, unter Berufung auf die Pressemitteilung der neueNachricht. Dabei könnte noch einiges auf die Banken finanziell zukommen, hat aktuell das Landgericht Hamburg die Rechtsauffassung vertreten, dass Banken beim Vertrieb von Zertifikaten den Kunden auch über deren wirtschaftliches Eigeninteresse am Vertrieb der Zertifikate aufklären müssen.

Auch andere Urteile geben Lehman-Opfern und anderen Zertifikatsgeschädigten berechtigte Hoffnung darauf, vor Gericht die Rückzahlung des vollen Anlagebetrages erfolgreich durchsetzen zu können. Nachdem zahlreiche Kreditinstitute in der Vergangenheit großspurig etwaige Fehler beim Verkauf von Zertifikaten der insolventen US-Investmentbank Lehman-Brothers zunächst vehement abgestritten und zudem versucht haben, durch „Vergleichszahlungen“ die Anleger ruhig zu halten, wird den Banken nun auch von den Gerichten dargelegt, wie sie die Anleger eigentlichen hätten beraten müssen und was sie falsch gemacht haben.

So verurteilte das Landgericht Potsdam die Postbank wegen der Kaufempfehlung von Lehman-Brothers-Zertifikaten zu Schadenersatz, wurde den dortigen sicherheitsorientierten Anlegern von der Bank eine sichere Anlage versprochen.

Das Landgericht Potsdam ging davon aus, dass die Anleger Anspruch darauf haben, umfassend und damit auch über ein nur theoretisches Risiko – wie etwa das Totalverlustrisiko – aufgeklärt zu werden. Ob sich der Anleger dann der Auffassung anschließen möchte, dass dieses Risiko sich nicht verwirklichen wird, bleibt dem Anleger überlassen. Die Entscheidung kann er aber nur treffen, wenn er von dem Risiko weiß, was im vom Landgericht Potsdam zu entscheidenden Fall gerade nicht so war (LG Potsdam, Urteil vom 24.06.2009, nicht rechtskräftig).

Betroffene Anleger sollten angesichts dieser positiven Entscheidungen nicht länger warten und auch aus Verjährungsgesichtspunkten die derzeit günstige Situation durch die anlegerfreundlichen Entscheidungen dazu nutzen, ihre Schadensersatzansprüche durch auf das Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts versierte Fachanwälte prüfen zu lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie von der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH, Passau.

Posted by Finanz-Experte on Juli 13th, 2009 No Comments

Bankberatung hat sich trotz Finanzkrise kaum verbessert

Viele Bankkunden haben das Vertrauen in ihre Bank verloren. Setzen die Banken daher vermehrt auf Qualität? Eine Umfrage gibt Aufschluss.

Das Vertrauen der Kunden in die Banken ist so schlecht wie nie: Nur jeder Vierte der vom Forschungsinstitut forsa befragten Verbraucher gaben an, den Rat ihrer Bank zu suchen, wenn es um die eigene Finanzplanung geht. Haben die Banken Lehren aus der Finanzkrise gezogen und versuchen mit besserer Beratung wieder Vertrauen zu schaffen?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität überprüfte im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv die Geldanlageberatung von Filialbanken. Insgesamt wurden sechs überregionale Banken sowie neun regional aktive Institute in den Städten Berlin, Hamburg und München untersucht. Die Beratungsqualität wurde anhand von 150 verdeckt durchgeführten Gesprächen analysiert und bewertet. Neben Kriterien wie Beratungsatmosphäre oder Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter wurden die Bedarfsanalyse und die Lösungskompetenz auf den Prüfstand gestellt.

Insgesamt war die Anlageberatung in der Branche nur befriedigend. Die größten Defizite lagen in der nur mit ausreichend bewerteten Bedarfsanalyse. Lediglich eine Bank schnitt mit sehr gut ab, zwei mit gut und drei waren befriedigend. Acht Institute erreichten bloß ein ausreichend, eine Bank war sogar mangelhaft. “Eine detaillierte Analyse ist eine notwendige Bedingung für ein passendes und individuelles Produktangebot. Die Ergebnisse bestätigen die oft geäußerte These, die Branche würde nur Produkte verkaufen und tatsächliche Bedürfnisse und Wünsche ungenügend berücksichtigen”, kommentiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Instituts. Positiv fiel die geringe Falschaussagenquote, eine im Vergleich zu anderen Branchen gute Kommunikationsqualität und ein ansprechendes Beratungsumfeld auf.

Den Titel beste Beratung Geldanlage sicherte sich Berliner Sparkasse. Das Institut punktete mit einer guten Bedarfsanalyse und der besten Kommunikationsqualität. HypoVereinsbank erreichte den zweiten Rang und wurde beste überregionale Bank. Die Bank überzeugte als einziges Institut mit einer sehr guten Bedarfsanalyse.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität verfolgt das Ziel, den Service in Deutschland zu verbessern. Das Institut prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.

Quelle: http://www.disq.de/download/PM_DISQ_Anlageberatung_20090611.pdf

Posted by Finanz-Experte on Juni 15th, 2009 1 Comment

Finanzkrise: Anleger werden vorsichtiger und wollen besser informiert sein

Die Finanzkrise wirkt sich deutlich auf das Anlegerverhalten aus. Die Kunden fordern mehr Aufklärung über die angebotenen Finanzprodukte, sind aber gleichzeitig auch vorsichtiger.

Fast alle Finanz- und Versicherungsmakler berichten, dass ein Teil ihres Kundenstammes sich detaillierter informieren lässt als noch im Jahr zuvor. Auch das Risikobewusstsein der Kunden ist gestiegen: Sieben von zehn Maklern machen die Erfahrung, dass ihre Klienten vorsichtiger agieren als vor Krisenbeginn. Dies ergab eine Befragung des Finanzberatungsunternehmen FORMAXX unter 246 Finanz- und Versicherungsmaklern aus dem gesamten Bundesgebiet.

„Insgesamt sehen wir einen deutlichen Trend zum gut informierten, kritischen Kunden“, erläutert Eugen Bucher, Vorstand der FORMAXX AG, das Ergebnis der Befragung. „Für uns ist das sehr erfreulich, denn wir setzen bereits seit der Gründung von FORMAXX auf Finanzberatung, die sich genau an Wünschen und Bedarf des Kunden orientiert. Die Tendenz nützt aber nicht nur uns, sondern auch unserer Branche insgesamt – denn für unseriöse Berater, die nur ihre Produkte unters Volk bringen wollen, wird es dadurch deutlich schwerer.“

Um eine ganzheitliche, bedarfsorientierte Finanzberatung zu ermöglichen, hat FORMAXX zusammen mit renommierten Wissenschaftlern der FU Berlin und der FH Ludwigshafen die Deutsche Finanznorm entwickelt. Dieses Regelwerk vereint wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen der Beratungsbranche sowie Rechtsprechungsgrundsätze und macht diese Informationen für die Beratung nutzbar.

www.formaxx.de

Posted by Finanz-Experte on Juni 10th, 2009 No Comments