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Historische Wertpapiere als Zeitzeugen der Finanzgeschichte

Die Entstehung unserer heutigen Industriegesellschaft und unseres Wohlstandes wäre ohne Aktiengesellschaften in dieser Form nicht möglich gewesen. Aktien haben Firmen und Gesellschaften in die Lage versetzt, Vorhaben zu finanzieren, welche durch wenige Einzelpersonen nie zu realisieren gewesen wären. So waren es im 17. Jahrhundert zunächst die Kolonialgesellschaften, die dringend Kapital benötigten, um mit den „neuen“ Kontinenten Handel treiben und in sowie für die Kolonialmächte Europas neue Märkte erschließen zu können. Später wurden mittels Aktienkapital auch Erfindungen wie Telegraph, Telefon und Computer sowie der Bau von Eisenbahnen und Dampfschiffen möglich! Wagemutige Pioniere konnten in ferne Länder aufbrechen und mit dort Geschäfte betreiben – oder einfach “nur” Motoren konstruieren und Autos oder Flugzeuge in Serie bauen.

Sind Aktien im heutigen Zeitalter des Online-Handels nur noch „auf dem Bildschirm“ präsent, so wurden diese in Deutschland bis vor der Euro-Umstellung in der Regel noch als effektive Stücke gedruckt. Bis zur „Salonfähigkeit“ der Girosammelverwahrung bzw. in anderen Ländern auch länger gingen diese Zertifikate auch noch von Hand zu Hand, war das Abschneiden und Einreichen von Kupons zur Auszahlung der Dividende gang und gäbe.

Waren die ersten effektiven Aktien noch eine Mischung aus antiquierter Drucktechnik und handschriftlichen Abfassungen, so änderte sich das im 19. Jahrhundert: Hochdekorative Drucke ließen so manches deutsches Papier einer Brauerei oder Zuckerfabrik zu einem richtigen Kunstwerk werden – detailgetreue Stahlstichvignetten hingegen verliehen vor allem amerikanischen Eisenbahnaktien zu einem besonderen Glanz. Ob es jedoch der überzeugende Geschäftserfolg des jeweiligen Unternehmens oder einfach nur ein Versuch war, potentiellen Geldgebern mit visueller Unterstützung doch noch Geld für das eine oder andere windige Vorhaben zu entlocken, gibt oft Grund zum Nachdenken …

Heute sind Historische Wertpapiere mehr als nur das Papier, auf dem sie gedruckt sind: Sie sind Zeitzeugen unserer Geschichte und geben uns dadurch Einblicke in unsere gesellschaftliche und finanzhistorische Entwicklung. Gerade letzteres half bei heiß gelaufenen Börsen nicht wenigen Anlegern, Marktentwicklungen besser einschätzen und ihr Handeln mit „richtigen Aktien“ entsprechend ausrichten zu können.

Historische Wertpapiere sind natürlich noch eines: ein sich seit Mitte der 70er Jahre immer mehr etablierendes und zudem sehr offenes Sammelgebiet. Darüber hinaus eignen sich Historische Wertpapiere natürlich nicht nur zum Sammeln: Auch als dekorativer Wandschmuck oder als originelle Geschenkidee erfreuen sie sich bei jedermann größter Beliebtheit!
Weitere Informationen über Historische Wertpapiere und ein vielfältiges Angebot finden Sie im Nonvaleur Shop – dem Spezialisten für Original Aktien und Anleihen!

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Posted by Finanz-Experte on Juni 25th, 2009 1 Comment

Deutsche haben weniger verfügbares Geldvermögen

0905sparen_09_f_naDas die Finanzkrise nicht nur Banken und Großunternehmen trifft, zeigt eine aktuelle Statistik des Bundesverbands deutscher Banken. Das Geldvermögen sank.

Die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren: Im letzten Jahr schrumpfte das private Geldvermögen der Deutschen um rund 140 Milliarden Euro auf 4,4 Billionen Euro. Vor allem das Aktienvermögen ging kräftig zurück. Es betrug Ende vergangenen Jahres nur noch 166 Milliarden Euro. Ende 2007 verfügten die privaten Haushalte in Deutschland dagegen noch über Aktienbestände im Wert von rund 375 Milliarden Euro.

Beim Sparen und Vorsorgen setzen die Deutschen auf Sicherheit. Gut 1,7 Billionen Euro ruhen in Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld. Die Geldanlagen bei Versicherungen einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds sowie berufsständischen Versorgungswerken betragen immerhin knapp 1,3 Billionen Euro. Rund eine halbe Billion Euro sind in Investmentfonds angelegt.

Die starke Abnahme im Bereich der Aktienbestände zeigt, dass die Deutschen in Der Finanzkrise die Finger von riskanten Aktiengeschäften lassen möchten. Sicherheit ist Ihr primäres Anliegen.

www.bankenverband.de

Posted by Finanz-Experte on Juni 5th, 2009 No Comments

Aktionäre im Geldregen

Der Baufinanzierer Interhyp musste noch im September erhebliche Kursverluste hinnehmen. Nun werden die Anteilseigner entschädigt.

Interhyp zählt als größter unabhängiger Anbieter privater Baufinanzierungen und hat seine nach unten revidierte Prognose erfüllt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte das vermittelte Finanzierungsvolumen 5,6 Milliarden Euro, 29 Prozent mehr als im Vorjahr, aber doch deutlich unter den ursprünglich anvisierten sechs Milliarden. Der Rohertrag, also die Umsätze nach Abzug der Provisionszahlungen an Vermittler, stieg um 25 Prozent auf 75,4 Millionen Euro, fünf Millionen weniger als eigentlich geplant. Der Nachsteuergewinn lag 2007 bei 18,1 Millionen Euro und stieg damit um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach dieser erfolgreichen Geschäftsentwicklung sind nun Sonderausschüttungen geplant. Die Aktionäre profitieren von einer Dividende von 2,10 Euro je Aktie. Das seien drei Viertel des Jahresüberschusses. Hinzu komme noch eine Sonderausschüttung von zwei Euro je Aktie. Die großzügige Ausschüttung dürften die Anteilseigner als eine Art Entschädigung für die erlittenen Kursverluste in den vergangenen Monaten empfinden. Nach der Gewinnwarnung im September waren die Papiere von 85 Euro auf 38 Euro Anfang Februar abgestürzt.

Mit Optimismus erwartet der Vorstand beim operativen Gewinn in diesem Jahr einen Zuwachs von jeweils mindestens zehn Prozent. Interhyp erweitert zudem seinen Vorstand auf drei Personen: Spätestens im Juli soll der 34-jährige Jörg Utecht, der von der US-Investmentbank JP Morgan kommt, Finanzchef werden.

www.interhyp.de

Posted by Der Finanz-Experte on Februar 25th, 2008 No Comments