Archive for the ‘Trends und Tendenzen’ Category

Sparen ist nach wie vor gefragt

Obwohl die Wirtschaft sich Stück für Stück erholt, ist Sparen für die Deutschen nach wie vor das oberste Gebot.

Der Finanzmarkt steht derzeit ganz im Zeichen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise. Mit einem Indexwert von 51 auf einer Skala von 0 bis 100 ist das derzeitige Finanzklima in den deutschen Haushalten eher moderat ausgeprägt.

Der Index setzt sich aus der Einkommens- und Konjunkturerwartung sowie der generellen Einstellung zum Sparen und dem konkreten künftigen Sparverhalten zusammen.

Die deutschen Verbraucher überdenken derzeit ihr persönliches Sparverhalten. Dennoch halten 65 Prozent aller Befragten Sparen auch in der derzeitigen Situation für sinnvoll. Insgesamt 52 Prozent der Befragten wollen in den nächsten sechs Monaten genausoviel sparen wie bisher. Etwa 16 Prozent haben vor, ihre Sparleistung in einzelnen Produktfeldern sogar zu erhöhen. Allerdings wird jeder Dritte Deutsche (32 Prozent) künftig weniger Geld zurücklegen. Viele Konsumenten investieren lieber in konkrete Anschaffungen, als Geld “auf die hohe Kante” zu legen. Dieser Effekt wird sowohl durch das niedrige Zinsniveau und das fehlende Vertrauen an den Finanzmärkten als auch durch die vom Handel angebotenen Rabatte verstärkt.

Die Veränderung des Sparverhaltens entwickelt sich über alle betrachteten Zielgruppen hinweg ähnlich, lediglich das Niveau ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Während etwa jeder Dritte in der Einkommensklasse bis 1.500 Euro pro Monat im nächsten halben Jahr weniger sparen will oder kann, ist es in der Einkommensschicht von 4.000 Euro und mehr nur noch jeder Fünfte.

Tagesgeld trotz niedriger Zinsen attraktiv

Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld hat zu einer spürbaren Zurückhaltung der Bankkunden beim Abschluss neuer Finanzprodukte beigetragen. Trotz der aktuell niedrigen Zinsen bleibt das Tagesgeld für über die Hälfte der Befragten die beliebteste Sparanlage. Ebenso viele Deutsche halten Wohneigentum für eine lohnenswerte Alternative. Als vergleichsweise uninteressant gelten vor dem Hintergrund der Finanzkrise Aktien, Investmentfonds, aber auch fondsgebundene Lebensversicherungen.

Trend zu kurzfristigen und sicheren Anlageformen

Wie attraktiv einzelne Produktfelder sind, zeigt sich auch daran, wie die Haushalte in den nächsten sechs Monaten ihre Anlagen umschichten wollen. Hier stehen kurzfristige und sichere Geldanlageformen im Fokus. Mehr als ein Drittel der Befragten plant, auf einem Tagesgeldkonto Geld “zu parken”. Auch Bausparen ist bedingt durch seinen sicheren Charakter weiterhin ein beliebtes Produkt. Jeder fünfte Befragte kann sich vorstellen, mehr in Bausparverträge zu investieren. Überraschenderweise deponieren 18 Prozent der Bürger ihr Geld am liebsten zu Hause. Dieses Phänomen ist auf die Angst vor Verlust, derzeit fehlende attraktive kurzfristige Produktangebote und die geringe Bereitschaft zurückzuführen, sich in unsicheren Zeiten langfristig an Anlage- und Vorsorgeprodukte zu binden.

Während jüngere und weniger einkommensstarke Haushalte eher auf sichere Geldanlagen fokussiert sind, ist derzeit nur die kleine Zielgruppe der hohen Einkommensbezieher und vermögenden Privatkunden bereit, wieder in Aktien und Fonds zu investieren.

Insgesamt zeigt sich der GfK-Finanzklimaindex im Oktober 2009 mit einem Wert von 51 Punkten auf einem eher verhaltenen Niveau. Wesentliche neue Impulse für den Finanzmarkt sind aktuell nicht zu erwarten, so dass die Sparquote bis zum Jahresende voraussichtlich weiter sinken wird.

www.gfk.com

Posted by Finanz-Experte on Oktober 14th, 2009 No Comments

Konjunktur im Aufwärtstrend

Die Konjunktur befindet sich wieder im Aufwärtstrend. Die IHK Heilbronn Franken gab Zahlen bekannt, nach denen sich die Lage leicht verbessert hat.

Die Konjunktur im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken befindet sich im Herbst 2009 weiter auf dem Weg der Besserung. Nachdem sich bei der Binnenwirtschaft der private Konsum als Wachstumsstütze erweist, führt nun auch die weltweite Entspannung zu einer Belebung des Exportgeschäfts. Die Industrie beurteilt ihre Lage nicht mehr ganz so negativ wie im Vorquartal. Weiter unzufrieden zeigen sich die Großhändler und die Dienstleister mit ihrer konjunkturellen Situation. Am günstigsten fällt die aktuelle Lageeinschätzung im Baugewerbe und im Einzelhandel aus. Vor allem aufgrund der besseren Exportaussichten haben sich die Geschäftserwartungen stark aufgehellt. Es überwiegt nun wieder der Optimismus. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, an der sich 390 Unternehmen mit 71 200 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk beteiligt haben.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den regionalen Unternehmen per saldo etwas weniger skeptisch als im 2. Quartal 2009 eingeschätzt. Rund 14 Prozent (Vorquartal 12 Prozent) der Betriebe sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 34 (Vorquartal 36 Prozent) der Unternehmen mit der Geschäftslage unzufrieden sind.

Nach dem starken Abschwung zu Beginn des Jahres ist die leichte konjunkturelle Entspannung insbesondere auf eine sich erholende Auslandsnachfrage, die staatlichen Konjunkturpakete und niedrige Zinsen zurückzuführen. Bei der Binnenkonjunktur hat sich der private Konsum als Stütze erwiesen. Die niedrige Teuerung hat die Kaufkraft der Verbraucher gestärkt. Hingegen ist die Investitionstätigkeit der Unternehmen weiter schwach geblieben. Ob der beginnende Aufschwung der regionalen Wirtschaft in den nächsten Monaten in eine dauerhafte Erholung mündet, wird maßgeblich von der Auslandsnachfrage abhängen, zumal mit rückläufigen Beschäftigtenzahlen zu rechnen ist mit entsprechenden Konsequenzen für die Binnennachfrage. Aber auch von der Politik sind mutige Reformen gefordert, die schnell weiter aus der Wirtschafts- und Finanzkrise führen und längerfristig wieder zu einem nachhaltigen Wachstum in Deutschland beitragen.

Die Beschäftigungsplanungen fallen nur geringfügig weniger pessimistisch als im Vorquartal aus. Nach wie vor überwiegt deutlich die Zahl der Unternehmen, die Personal abbauen wollen. Im Einzelnen planen 7 Prozent (Vorquartal 6 Prozent) der Betriebe in den nächsten zwölf Monaten eine Personalaufstockung, während 37 Prozent (Vorquartal 41 Prozent) der Unternehmen eine Redu-zierung der Beschäftigtenzahl in Betracht ziehen.

Anlass zur Hoffnung geben die Geschäftserwartungen. Sie haben sich kräftig verbessert und lassen erstmals seit etwas mehr als einem Jahr wieder Zuversicht erkennen. 28 Prozent (Vorquartal 14 Prozent) der Betriebe erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung insgesamt, während lediglich noch 24 Prozent (Vorquartal 40 Prozent) der Unternehmen mit Skepsis auf die kommenden zwölf Monate blicken.

Anzeichen einer Erholung in der Industrie

Die schwierige Situation in der Industrie, die maßgeblich die regionale Wirtschaftsentwicklung bestimmt, hat sich erneut ein wenig entspannt. Zum zweiten Mal infolge fallen die Urteile zur aktuellen Geschäftslage per saldo etwas weniger pessimistisch als im Vorquartal aus. 12 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) der Betriebe sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 41 Prozent (Vorquartal 45 Prozent) mit der aktuellen Lage unzufrieden sind.

Bei den ausländischen Auftragseingängen hat sich die Zahl der negativen Stimmen gegenüber dem vergangenen Quartal deutlich reduziert. 13 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) der Unternehmen verbuchten steigende Auslandsorders. 28 Prozent (Vorquartal 50 Prozent) klagen über rückläufige Auftragseingänge aus dem Ausland. Auch im Bereich der inländischen Auftragseingänge haben die negativen Urteile weiter abgenommen. 14 Prozent (Vorquartal 15 Prozent) der Unternehmen melden einen Zuwachs, 34 Prozent (Vorquartal 40 Prozent) einen Rückgang bei den Inlandsorders. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung der Industriebetriebe liegt wie im Vorquartal bei 70 Prozent. Deutlich aufgehellt haben sich dagegen die Umsatzerwartungen für die nächsten zwölf Monate. 30 Prozent der Unternehmen kalkulieren mit einem Umsatzwachstum.

Ungünstig bleibt die Lage am Arbeitsmarkt. Während nur 5 Prozent der Industrieunternehmen eine Personalaufstockung in den kommenden zwölf Monaten planen, erwägen 48 Prozent eine Reduzierung des Personalbestands. Die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate haben sich im Vergleich zum 2. Quartal 2009 stark verbessert. Erstmals seit Jahresmitte 2008 überwiegt wieder der Optimismus. 32 Prozent (Vorquartal 17 Prozent) der Betriebe erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung, während 24 Prozent (Vorquartal 39 Prozent) der Unternehmen mit Skepsis in die Zukunft blicken.

Verbesserte Situation im Baugewerbe

Die konjunkturelle Situation in der regionalen Bauwirtschaft ins-gesamt hat sich im 3. Quartal 2009 verbessert. Während 34 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) der Bauunternehmen den Geschäftsverlauf als gut bezeichnen, melden 13 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) der Betriebe eine schlechte Geschäftslage. Per saldo haben sich die Auftragseingänge deutlich erholt. Nach wie vor sind in den einzelnen Teilbereichen jedoch gegenläufige Tendenzen zu beobachten. Im Bereich des gewerblichen Hochbaus berichten 15 Prozent der Baubetriebe von steigenden Auftragseingängen, 58 Prozent klagen dagegen über Auftragseinbußen. Auch im Wohnungsbau, der nicht von den staatlichen Konjunktur-programmen profitiert, melden 61 Prozent der Unternehmen rückläufige Auftragseingänge. Im Straßen- und Tiefbau sowie im öffentlichen Hochbau ist die Auftragslage dagegen per saldo weiter positiv. 11 Prozent der Betriebe des Straßen- und Tiefbaus verzeichneten steigende Auftragseingänge, 5 Prozent beklagen eine rückläufige Ordertätigkeit. Am günstigsten zeigt sich die Auftragslage im öffentlichen Hochbau. 38 Prozent der Unternehmen sprechen von steigenden Auftragseingängen. Die Auslastung von Maschinen und Geräten hat sich leicht auf 73 Prozent verbessert (Vorquartal 70 Prozent).

Die Aussichten für die Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten fällt per saldo weniger pessimistisch als im Vorquartal aus. Während 8 Prozent (Vorquartal 6 Prozent) der Baubetriebe mit Optimismus in die Zukunft blicken, erwarten 46 Prozent (Vorquartal 68 Prozent) der Unternehmen einen ungünstigeren Geschäftsverlauf. Die Beschäftigungsplanungen der Bauunternehmen haben sich verschlechtert. Während nur noch 3 Prozent der Betriebe die Schaffung neuer Stellen in Erwägung ziehen, sehen 31 Prozent eine Reduzierung des Beschäftigtenstandes vor.

Großhandel weiter unzufrieden

Das Stimmungsbild im Bereich des Großhandels fällt nahezu genauso ungünstig wie im Vorquartal aus. Während ein Zehntel (Vorquartal 7 Prozent) der Unternehmen von einem guten Geschäftsverlauf berichtet, sind 53 Prozent (Vorquartal 51 Prozent) der Großhändler mit der aktuellen Geschäftslage unzufrieden. Im Vergleich zum Vorquartal wird das Kaufverhalten per saldo nur etwas weniger pessimistisch eingeschätzt. 73 Prozent der Großhändler sprechen von einem zurückhaltenden Kaufverhalten. In Bezug auf den Geschäftsverlauf in den nächsten zwölf Monaten herrscht hingegen per saldo deutlich mehr Zuversicht als im vergangenen Quartal. Es überwiegen nun die positiven Stimmen. 24 Prozent der Großhändler erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung, nur 15 Prozent blicken mit Skepsis auf den weiteren Geschäftsverlauf. 31 Prozent (Vorquartal 46 Prozent) der Unternehmen ziehen nach wie vor eine Reduzierung des Personalbestandes in Betracht.

Stimmung im Einzelhandel gestiegen

Die Lagebeurteilung im regionalen Einzelhandel fällt erneut besser als im Vorquartal aus. Ein Fünftel (Vorquartal 21 Prozent) der Einzelhändler halten den Geschäftsverlauf für gut. 13 Prozent (Vorquartal 16 Prozent) der Unternehmen bezeichnen die aktuelle Geschäftslage als schlecht. Noch erheblich günstiger zeigt sich die Stimmung im getrennt erfassten Kraftfahrzeughandel. Der private Konsum erweist sich weiterhin als Konjunkturstütze. Dies ist vor allem auf den bisher relativ niedrigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen und die gesunkenen Preise etwa für Lebensmittel oder Benzin zurückzuführen. Das Kaufverhalten der Kunden wird von den Einzelhändlern weniger skeptisch als im Vorquartal eingeschätzt. Jeder zehnte Einzelhändler (Vorquartal 2 Prozent) stuft das Kaufverhalten der Kunden als kauffreudig ein. 48 Prozent (Vorquartal 58 Prozent) der Betriebe sprechen von einem zurückhaltenden Kaufverhalten. Die Umsatzerwartungen der Einzelhändler haben sich gegenüber dem Vorquartal stark aufgehellt. 30 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) der Unternehmen kalkulieren mit steigenden Umsätzen. Dementsprechend geht ein Fünftel der Einzelhandelsbetriebe von einer günstigeren Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten aus, 23 Prozent blicken mit Skepsis in die Zukunft. Die Beschäftigungsplanungen bleiben von Zurückhaltung geprägt. 15 Prozent der Unternehmen planen einen Personalabbau, jeder zehnte Betrieb zieht eine Aufstockung der Beschäftigtenzahl in Betracht.

Lageverschlechterung bei Dienstleistern

Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die heimischen Dienstleister fällt im 3. Quartal 2009 wieder schlechter als im Vorquartal aus. Nur 4 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) der Betriebe sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 32 Prozent (Vorquartal 29 Prozent) der Unternehmen mit der Geschäftslage unzufrieden sind. 23 Prozent der Dienstleister berichten von steigenden Auftragsvolumina, während 30 Prozent Einbußen hinnehmen mussten. Die Beurteilung des zukünftigen Geschäftsverlaufs fällt dagegen erheblich positiver aus als im Vorquartal. Die Zuversicht überwiegt. 36 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) der Unternehmen kalkulieren mit einer günstigeren Geschäftsentwicklung. Rund ein Fünftel (Vorquartal 40 Prozent) blickt hingegen pessimistisch in die Zukunft. Während 9 Prozent der Dienstleister neue Stellen schaffen wollen, sehen 29 Prozent einen Personalabbau vor.

Statement von IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger zum aktuellen Konjunkturbericht der IHK Heilbronn-Franken

“Die Konjunktur in der Region kommt schneller als erwartet wieder auf die Beine. Es besteht jedoch kein Grund in Euphorie zu verfallen, denn es wird noch lange dauern, bis wir wieder die Umsätze vergangener Jahre erreichen werden. Hoffnungsvoll stimmt, dass inzwischen neben dem privaten Konsum auch wieder der Export etwas anzieht. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass erstmals seit über einem Jahr die Geschäftserwartungen unserer Unternehmen insgesamt wieder leicht positiv ausfallen. Der Weg aus der Krise bleibt steinig und mühsam, doch die Politik hat jetzt die Chance, den Prozess der Konjunkturerholung durch entsprechende Reformen zu stützen. Bereits im Vorfeld der Bundestagswahl hatte die IHK-Organisation ihre Unternehmen danach gefragt, was zuerst angepackt werden muss, damit es wieder aufwärts geht. Neben einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte standen dabei Korrekturen der Erbschafts- und Unternehmenssteuerreform, die Absenkung der Einkommenssteuer im mittleren Bereich sowie die Sicherung der Unternehmensfinanzierung durch eine Finanz-marktregulierung mit Augenmaß ganz oben auf der Agenda. Jetzt muss sich die neue Bundesregierung bewähren, indem sie einen Koalitionsvertrag für den Aufschwung schafft. Unsere Unternehmen jedenfalls werden ihren Beitrag für eine weitere positive Konjunkturentwicklung leisten.”

Diese Medien-Info kann auch per Internet unter http://www.heilbronn.ihk.de/News/news_index.htm abgerufen wer-den

Posted by Finanz-Experte on Oktober 8th, 2009 No Comments

Geschlossene Fonds an den Aktienmärkten

Die Aktienmärkte entspannen sich zurzeit. Besonders attraktiv sind im Moment geschlossene Fonds.

Die aktuelle Entwicklung an den Wertpapiermärkten gibt Anlass zu Hoffnung und Skepsis zugleich. Die richtige Anlagestrategie ist daher von überragender Bedeutung. Geschlossene Fonds spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Weltweit nimmt das Anlegervertrauen in diesen Wochen beständig zu. Zum Ausdruck kommt dies insbesondere an den Wertpapiermärkten. Gerade der DAX setzte zu einem beeindruckenden Parforceritt an und erklimmt aktuell nach einem Anstieg von knapp 60% seit März 2009 ein Jahreshoch nach dem anderen – einmalig für diesen kurzen Zeitabstand in der Geschichte des deutschen Leitindexes.

Wie konnte es trotz des instabilen Umfeldes zu dieser Entwicklung kommen?

Der Aufschwung an den Wertpapiermärkten ist zu einem guten Stück liquiditäts- und stimmungsgetrieben. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise betrieben die Regierungen weltweit zur Stabilisierung der Volkswirtschaften eine expansive Geld- und Fiskalpolitik. Die daraus resultierende Liquiditätsschwemme suchte sich fast zwangsläufig ihren Weg an die Kapitalmärkte. Zudem profitierten die Börsen seit März vom einsetzenden Optimismus der Marktteilnehmer, der sich aus der einsetzenden Stabilisierung der Konjunktur(früh)indikatoren speiste. Aus Angst den Boom zu verpassen kehrten auch die Großinvestoren und institutionellen Anleger auf das Parkett zurück und schufen somit zusätzlichen Kaufdruck und steigende Kurse.

Gibt es positive Signale für das Fortbestehen der Hausse?

Trotz der rasanten Entwicklung an den Wertpapiermärkten sprechen einige Faktoren für einen weiteren Aufschwung. Staatlich induzierte Liquidität und enorme Mengen geparkten Geldes auf Termin- und Geldmarktkonten verunsicherter Anleger ist noch immer vorhanden. Liquidität steigert zudem die Eigenkapitalbasis von Banken, so dass diese mehr Kredite an die Privatwirtschaft ausgeben könnten. Unternehmen investieren diese und steigern dadurch ihre Gewinne. Zudem stellen sich viele Firmen in wirtschaftlichen Krisenzeiten neu auf. Restrukturierungen, Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen verbessern die künftige Profitabilität. So ist auch ein weiterer Aufschwung bei Abflachen des Liquiditätsdrucks durch steigende Unternehmensgewinne möglich.

Trotz der gestiegenen Kurse sind Aktien im langjährigen Vergleich zum Beispiel beim klassischen Kurs-Gewinn-Verhältnis oder der Kurs-Buchwert-Bewertung zur Zeit noch relativ günstig bewertet. Historisch war ein Börsenaufschwung zudem oft typisch in Rezessionsjahren und kündigte einen mehrjährigen Aufschwung und steigende Aktienkurse an. Dies sehen auch immer mehr Anleger so und disponieren ihre Portfolios um. Aktienanteile werden aufgestockt, man geht wieder ins Risiko. Nachholbedarf haben dabei insbesondere auch Pensionskassen und Versicherungen. Der Druck zur Anpassung ist also nach wie vor vorhanden. Mit Verbesserung der zu erwartenden Wirtschaftsdaten könnten auch längerfristige Anleger an die Aktienmärkte zurückkehren, was das Rückschlagpotential vermindern dürfte.

Welche Gründe sprechen für einen Rückschlag an den Börsen?

Der schnelle Anstieg der Kurse weckt aber auch Skepsis und tatsächlich sprechen einige Faktoren gegen ein weiteres Ansteigen der Kurse. Die reale Wirtschaftsentwicklung ist trotz der positiven Zeichen nach wie vor unsicher. Ein selbsttragendes Wachstum ist noch nicht erreicht, somit besteht durchaus eine Rückschlaggefahr für die Wertpapiermärkte durch eine zu langsame Konjunkturerholung. Die Liquiditätsschwemme durch Konjunkturprogramme und staatliche Stützung der Banken könnte die Finanzmärkte von der Realwirtschaft abgekoppelt und damit Erwartungen in den Markt gebracht haben, die sich später als unberechtigt herausstellen könnten. Auch der Aufschwung des Dow Jones, wichtigster Taktgeber an den Weltbörsen, hat an Kraft verloren. Zudem gelten die Märkte aus technischer Sicht als überkauft. Es gibt nicht wenige mahnende Stimmen, die die aktuelle Entwicklung auf den Märkten nur für einen Zwischenspurt hin zu einer neuen Blase halten und vor einem neuen Crash, zumindest aber einem deutlichen Rückschlag und einer längeren Konsolidierung warnen.

An welchen Kriterien kann sich ein Anleger orientieren?

„Für die weitere Entwicklung der Wertpapiermärkte dürften insbesondere folgende Faktoren ausschlaggebend sein: Das Wirtschaftswachstums in den USA und China, die Ertragssituation der Unternehmen in den kommenden Monaten, die Entwicklung der Rohstoff- und Ölpreise als Spiegel der weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie die allgemeine Dynamik der Erholung der Wirtschaft“, so der Wirtschaftsexperte Jürgen Hilp von der AAD Fondsdiscount.

Unabhängig von der aktuellen Marktsituation rät Jürgen Hilp bei der individuellen Anlagestrategie zur Diversifizierung des Portfolios, dabei insbesondere auch unter Berücksichtigung geschlossener Fonds: „Ein reines Engagement in nur eine Anlageform ist aus Chance/Risiko-Gesichtspunkten nicht zu empfehlen. Aber auch eine Verteilung des Vermögens über mehrere klassische Anlagesegmente schützte in der Finanzkrise oftmals nicht vor deutlichen Verlusten, da fast alle Assetklassen entgegen der weitläufig akzeptierten Portfoliotheorie von Markowitz parallel einbrachen. Zwar können sich geschlossene Fonds nicht vollkommen von den Auswirkungen einer krisenhaften Weltwirtschaft abkoppeln, dennoch sind sie im Vergleich zu anderen Anlageformen von der Börsenentwicklung weitgehend unabhängig und zielen auf nachhaltigen Erfolg und Rendite. Geschlossene Fonds bieten die Möglichkeit, in nicht an den Wertpapierbörsen gehandelte Assets direkt zu investieren. Sie tragen damit zur substantiellen Stabilisierung des Portfolios bei. Langfristiges Engagement zahlt sich hier aus und sollte auch Voraussetzung sein. Die optimale Zusammensetzung und Beimischung orientiert sich dabei am individuellen Anlagehorizont und der Risikoorientierung des Investors.“

www.aad-fondsdiscount.de

Posted by Finanz-Experte on Oktober 7th, 2009 No Comments

Tagesgeldzinssatz bleibt stabil

Seit Monaten bleibt der Leitzins der Europäischen Zentralbank stabil auf einem Prozent. Der durchschnittliche Tagesgeldzinssatz verbleibt ebenso auf einem Level.

Wie interessierte Leser den Daten im Bereich http://www.tagesgeldvergleich.net/statistiken des Portals entnehmen können, betrug der durchschnittliche Zinssatz zum 1. Oktober 2009 1,72 Prozent pro Jahr für 5.000 Euro Einlage bei einem Monat Anlagedauer bzw. 1,61 Prozent pro Jahr für 50.000 Euro Einlage bei einem Monat Anlagedauer. Das Leitzinsniveau der EZB verharrt seit Monaten bei 1,00 Prozent und auch der EONIA als Referenzzinssatz für täglich verfügbare Spareinlagen hat sich anscheinend langsam im Bereich von 0,33 bis 0,35 Prozent eingepegelt.

Noch vor einem Monat betrug der durchschnittliche Zinssatz aller verglichenen Angebote des Fachportals tagesgeldvergleich.net 1,85 bzw. 1,73 Prozent pro Jahr (bei 5.000 bzw. 50.000 Euro Einlage und jeweils einer Anlagedauer von einem Monat).

Damit war der prozentuale Rückgang des Zinsniveaus mit rund sieben Prozent für beide Einlagen unverändert gegenüber dem Rückgang im Zeitraum von August bis September des Jahres 2009.

Genau ein Jahr zuvor lagen die durchschnittlichen Zinsen aller verglichenen Angebote bei 4,53 bzw. 4,42 Prozent pro Jahr und markierten zusammen mit den am 1. November 2008 notierten Werten von 4,57 bzw. 4,45 Prozent pro Jahr das absolute Zinshoch innerhalb der letzten Jahre.

Das damalige hohe Zinsniveau lag aber nicht nur am hohen Leitzinssatz, sondern war – wie auch der Ratgeber auf http://www.tagesgeldvergleich.net/ratgeber/hohe-zinsen.html anschaulich darlegt -vor allem den Refinanzierungsproblemen der Banken untereinander geschuldet. Da sich diese aufgrund der Finanzkrise kaum Geld liehen, mussten sich die Banken frische Einlagen zum Beispiel über attraktive Zinsen bei Tages- und Festgeldern verschaffen.

Im Gegensatz zu der im Juli 2008 aufgelegte Tagesanleihe des Bundes ist das aktuelle Zinsniveau der Bankangebote jedoch noch mehr als attraktiv. Wie der Grafik auf www.tagesgeldvergleich.net/ratgeber/tagesanleihe.html entnommen werden kann, notiert die Tagesanleihe derzeit bei einer Verzinsung von 0,20 Prozent – pro Jahr wohlgemerkt! Schuld daran ist die Kopplung an den EONIA als Referenzzinssatz, welcher derzeit bei um die 0,35 Prozent notiert.

Hier dürfte es die Bundesfinanzagentur mittlerweile schwer haben, neue Anleger zu motivieren, ihr Geld so niedrig verzinst anzulegen, denn de facto ist dank Staatsgarantie die Sicherheit dort nicht höher als bei den Tagesgeldangeboten inländischer Banken.

www.tagesgeldvergleich.net

Posted by Finanz-Experte on Oktober 6th, 2009 No Comments

Kinderlose leben reicher

bvr_ohne_kinderfEhepartner ohne Kinder haben monatlich am meisten Geld zur Verfügung. Sie haben allerdings nur wenig mehr als kinderlose Singles.

Die durchschnittliche Höhe des Geldvermögens pro Haushalt unterscheidet sich je nach Lebenssituation. Haushalte ohne Kinder, bestehend aus allein Lebenden oder Paaren, sowie die kurz vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter stehenden 55- bis 65-Jährigen (Best-Ager) verfügen in der Regel über das größte Geldvermögen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner aktuellen Studie zur Geldvermögensbildung der Bundesbürger, die auf Zahlen der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes basiert.

Mit mindestens 30.000 Euro pro erwachsenes Haushaltsmitglied ist das Vermögen von kinderlosen Haushalten deutlich höher als das von Familien oder allein Erziehenden. Das Vermögen von allein Erziehenden liegt im Vergleich dazu mit 11.700 Euro nur bei etwa einem Drittel des Geldvermögens kinderloser Haushalte. Familienhaushalte liegen mit knapp 23.000 Euro Finanzanlagen pro erwachsenes Haushaltsmitglied ebenfalls unter dem kinderloser Haushalte.

Mit zunehmender Alterskategorie steigt das Geldvermögen im Durchschnitt der Bundeshaushalte zunächst stetig an. So wächst das Geldvermögen je Haushalt von 9.300 Euro in der Gruppe der bis 25-Jährigen – gemessen am Alter des Haushaltsvorstandes – bei den 55- bis 65-Jährigen auf bis zu 68.200 Euro. In der darauf folgenden Altersklasse verringert sich das Geldvermögen deutlich. Der starke Rückgang sei im Wesentlichen auf die Fälligkeit von Lebensversicherungen zurückzuführen, stellt der BVR fest. Deren Auszahlungszeitpunkte gingen zumeist mit dem Ende des Arbeitslebens einher.

Insgesamt falle der Rückgang des Vermögens im Rentenalter allerdings schwächer aus als der Vermögensaufbau während der Erwerbstätigkeit. So verfügten Senioren mit einem Alter von über 80 Jahren über ein ausgesprochen hohes Geldvermögen. Triebfeder dieser Entwicklung des Vermögens über den Lebenszyklus dürfte nach Einschätzung des BVR der Wunsch des Menschen sein, zum einen den Nachkommen eine Erbschaft zu hinterlassen und zum anderen die finanzielle Unabhängigkeit im Alter zu erhalten.

Die aktuelle Studie des BVR ist im Internet unter www.bvr.de, Publikationen, Studien/Konjunktur abrufbar.

Posted by Finanz-Experte on Oktober 2nd, 2009 No Comments

Konsumklima weiter im Aufwärtstrend

Das Konsumklima setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort.  Im September erreichte der Gesamtindikator 3,8 Punkte, im Oktober wird ein Wert von 4,3 Punkten erwarten.

In den vergangenen Wochen haben sich die Meldungen gehäuft, wonach die Konjunktur weniger stark rückläufig ist als noch vor einigen Monaten befürchtet. Daher sehen auch die Konsumenten zunehmend optimistischer in die Zukunft. Die Konjunkturerwartung steigt zum sechsten Mal in Folge. Das ruhige Preisklima ohne jede Inflation sorgt außerdem dafür, dass die Kaufkraft gestärkt wird. Folglich setzen die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung ihren Aufwärtstrend fort. Auch die Tatsache, dass der gefürchtete Einbruch auf dem Arbeitsmarkt bislang ausgeblieben ist, stützt die positive Stimmung.

Die Konjunkturerwartungen der Bundesbürger setzen ihren Anstieg aus dem Rezessionstief vom Jahresanfang auch im Herbst dieses Jahres fort. Der Indikator kann im September sogar zweistellig zulegen; das Plus beträgt 10,9 Punkte. Mit einem aktuellen Wert von 3,4 Punkten überspringt der Indikator damit zum ersten Mal seit Juni 2008 wieder die Nulllinie, das heißt den langfristigen Durchschnittswert.

In der Wahrnehmung der Konsumenten setzt sich offenbar zunehmend die Erkenntnis durch, dass das “Schlimmste” hinter ihnen liegt und sie wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken können. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt eine Umfrage, die der GfK-Nürnberg e.V. in einer dritten Welle Ende August/Anfang September dieses Jahres durchgeführt hat. Auch hier ist der Anteil derjenigen, die angeben, dass der Höhepunkt der Krise noch vor uns liegt, innerhalb von drei Monaten deutlich gesunken. Im Gegenzug hat zuletzt der Anteil derer zugenommen, die davon ausgehen, dass die Talsohle bereits durchschritten ist. Bestätigt wird dies durch die Tatsache, dass in den letzten Wochen eine Reihe von Konjunkturprognosen für dieses Jahr nach oben revidiert wurde. Zudem gehen Experten inzwischen davon aus, dass der Arbeitsmarkt weniger dramatisch einbrechen wird als noch vor einigen Monaten befürchtet. Auch die Unternehmer beurteilen die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland zunehmend positiv. Dies zeigt der Ifo-Geschäftsklimaindex, der im September zum sechsten Mal in Folge leicht gestiegen ist.

Die Einkommenserwartungen der Verbraucher legen im September bereits zum vierten Mal in Folge zu. Mit einem Plus von 7,2 Punkten fällt der Anstieg wiederum deutlich aus. Aktuell weist der Indikator 16 Punkte auf. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Juli 2007 gemessen.

Neben den Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II, die zu Entlastungen der privaten Haushalte führen, wirkt vor allem die derzeit extrem niedrige Inflation belebend auf die Einkommensaussichten der Konsumenten. Viele Verbraucher sehen aufgrund stabiler oder sogar sinkender Preise die Kaufkraft gestärkt und damit mehr Geld im Portemonnaie. Dieser Blick verdrängt derzeit noch aufkommende Ängste vor Jobverlust infolge einer drohenden steigenden Arbeitslosigkeit.

Trotz ihres schon guten Niveaus kann die Anschaffungsneigung im September noch einmal zulegen. Mit einem Plus von 5,4 Punkten steigt der Indikator auf 36,5 Zähler. Im Vorjahresvergleich ist sogar ein Anstieg von knapp 50 Punkten zu verzeichnen.

Da die Preiserwartungen der Verbraucher nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau sind, stützt dies die Konsumneigung der Verbraucher. Dieser Zusammenhang zwischen Preisentwicklung und Anschaffungsneigung wurde in der Vergangenheit immer wieder beobachtet. Sind die Inflationserwartungen deutlich nach unten gerichtet, wirkt dies belebend auf die Anschaffungsneigung. Als zusätzliche Stütze erweist sich aktuell der erstaunlich robuste Arbeitsmarkt, der zurzeit noch von der umfangreichen Kurzarbeiterregelung profitiert.

Der Gesamtindikator prognostiziert für Oktober einen Wert von 4,3 Punkten nach revidiert 3,8 Zählern im September. Das Konsumklima legt damit weiter zu. Im längerfristigen Vergleich ist das Niveau des Indikators jedoch vergleichsweise niedrig. So liegt der Durchschnittswert seit der Wiedervereinigung bei 9 Punkten und damit deutlich über dem aktuell ermittelten Stand.

Damit bleibt der private Konsum in diesem Jahr die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft, denn bei Investitionen und Exporten wird 2009 ein dickes Minus stehen. Allerdings entscheidet die weitere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt darüber, ob die Binnennachfrage diese Funktion auch weiterhin erfüllen kann. Sollte sich die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten stark erhöhen, wird dies auch die Konsumenten belasten und das Konsumklima schwächen.

www.gfk.com

Posted by Finanz-Experte on Oktober 1st, 2009 No Comments

Banken müssen beim Service für Firmenkunden nachbessern

Viele Firmenkunden würden für einen besseren Service den Bankanbieter wechseln. Gerade bei der Eröffnung der Konten wünschen sich viele Kunden besseren Service.

Pegasystems, führender Anbieter von Business-Process-Management-Lösungen, und das Marktforschungsunternehmen Finextra kamen in einer gemeinsamen Studie zu dem Ergebnis, dass 63 Prozent der Banken der Ansicht sind, mittels Electronic Bank Account Management (EBAM) neue Kunden gewinnen und bestehenden Kunden einen besseren Service bieten zu können. Aufgrund mangelnder Agilität in den IT-Abteilungen der Banken glauben allerdings 45 Prozent der Befragten, dass sie noch länger als ein Jahr benötigen werden, um die für EBAM notwendigen Prozesse und Systeme umzustrukturieren.

Die Ergebnisse der Studie zeigen die hauptsächlichen Schwierigkeiten auf, mit denen sich Banken und Geschäftskunden bei der Eröffnung und Verwaltung von Konten konfrontiert sehen. Sowohl die Unternehmen als auch die Geldinstitute setzen momentan noch auf manuelle, papierbasierte Prozesse, die ineffizient und fehleranfällig sind. SWIFT, die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, und eine kleine Gruppe von führenden Banken, Unternehmen und IT-Anbietern haben zusammen EBAM-Standards entwickelt, um das Problem aktiv anzugehen.

„Durch unsere Mitarbeit im EBAM-Steuerungskomitee und unsere langjährige Erfahrung im Finanzsektor verstehen wir die Frustration von Geldinstituten und Unternehmen sehr gut, die mit manuellen und schwerfälligen Prozessen bei der Eröffnung, Verwaltung und Schließung von Konten zu kämpfen haben“, sagt Adi Reske, Senior Product Marketing Manager for Financial Services bei Pegasystems. Auf der einen Seite benötigen die Geschäftskunden eine bessere Handhabung ihrer Konten und einen standardisierten Weg für die Kommunikation mit ihren Banken. Auf der anderen Seite fällt es den Geldinstituten aufgrund mangelnder Agilität und IT-Ressourcen sehr schwer, auf Initiativen wie EBAM schnell zu reagieren.“

Ein weiteres Resultat der Studie ist, dass mehr als 40 Prozent der Firmenkunden bereit sind, ihre Geschäftskonten zu anderen Banken zu transferieren, wenn ihnen diese einen besseren Service bieten. Weitere 15 Prozent der Befragten erwarten von ihrem Geldinstitut ein kurzfristiges Ermöglichen von EBAM und fügen dies ihren neuen Ausschreibungen hinzu.

„Mit der richtigen Technologie zur Bereitstellung von Geschäftsprozessen und -regeln sollten eine Lösung wie EBAM oder sogar noch größere Projekte rund um On-Boarding nicht mehr als drei bis sechs Monate für die Implementierung in Anspruch nehmen“, ergänzt Reske.

„Die Ergebnisse der Studie bestätigen unsere Resultate, die wir Ende 2007 erhoben haben und die auf Anregung von Mitgliedern unserer Gesellschaft zur Einführung des EBAM-Projektes bei SWIFT führten“, erläutert Richard Delvaux, Senior Corporate Market Manager bei SWIFT, der dort federführend für das Projekt verantwortlich ist. „Obwohl das Thema nicht neu ist, bleibt es auf der Agenda aller Beteiligten ganz weit oben. Der beste Beweis dafür ist die enorme Unterstützung, die unsere EBAM-Arbeitsgruppe aus der Gemeinschaft von Banken und Unternehmen erfahren hat und die es uns ermöglichte, die ersten EBAM XML Standard Messages in weniger als in einem Jahr zu erstellen. Und das ist erst der Anfang; der unmittelbar nächste Schritt wird jetzt sein, die Nutzenerwartungen inklusive Einführung und Integration sowohl auf Banken- als auch auf Unternehmensseite zu erfüllen. Dabei ist die Rolle der Anbieter entscheidend. Aus diesem Grund haben wir sie bereits in diesem frühen Stadium in unser Projekt eingebunden.“

Der Studienbericht steht unter folgenden Link zum Download bereit: www.pega.com/link/EBAMreport

Posted by Finanz-Experte on September 22nd, 2009 No Comments

Vorsicht vor Betrug am Geldautomat

Im vergangenen Jahr gab es soviele Betrugsfälle bei Geldautomaten wie nie zuvor. Mit einigen Tipps können Sie Betrug allerdings vermeiden.

Im Jahr 2008 wurden in der EU so viele Geldautomaten-Betrugsfälle begangen wie noch nie. Dies geht aus einer Studie der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) hervor. Laut ENISA gab es 2008 eine rund 150prozentige Steigerung der Kriminalitätsrate zu 2007. Der Schaden belief sich auf knapp 500 Millionen Euro.

Immer mehr Betrüger setzen beim Geldautomaten-Betrug auf moderne Technik. Die Karteninformationen der EC-Karte oder Kreditkarte werden durch ein Zusatzgerät am Kartenschlitz mitgelesen und die Geheimzahl über eine zusätzliche Tastatur oder Kamera dokumentiert. Später wird dann mit Hilfe der Daten Geld vom Girokonto abgehoben. Dieses Vorgehen wird auch als „Skimming-Strategie“, also Abschöpf-Strategie bezeichnet.

Viele Skimming-Fälle ließen sich allerdings verhindern, meint Armin Czysz vom Verbraucherportal Zinsen.de. „Wer beim Geldabheben umsichtig ist und einige Regeln beachtet, kann Betrugsversuche frühzeitig erkennen. So kann man sich und seiner Bank viel Ärger ersparen“.

Die ENISA veröffentlichte Tipps, wie man Geldautomaten-Betrug verhindern kann. Zinsen.de hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Suchen Sie sich einen möglichst sicheren Geldautomaten
- Benutzen Sie keine Geldautomaten die ungewöhnlich aussehen oder unübliche Anweisungen geben. Manipulierte Geldautomaten werden auch oft mit exzessiven Warnhinweisen überzogen, um Echtheit und Sicherheit zu suggerieren.
- Nutzen Sie nach Möglichkeit in Banken stehende Geldautomaten. Insbesondere Automaten an Straßen sind für Betrüger leicht zugänglich.

- Achten Sie auf eine ordentliche Befestigung des Geldautomaten. Mittlerweile wurden auch schon ganze Automaten gefälscht, diese sind dann selbstverständlich nicht im Gebäude verankert.

Achten Sie auf das Umfeld des Geldautomaten
- Beobachten Sie das Umfeld und nutzen Sie bevorzugt gut sichtbare und beleuchtete Geldautomaten.
- Achten Sie auf aufdringliche Personen in der Warteschlange. Nehmen Sie keine Hilfe von Fremden an, wenn Ihre Kredit- oder EC-Karte und der Automat ordentlich funktionieren, brauchen Sie keine Hilfe. Lassen Sie sich von niemandem ablenken oder aus der Ruhe bringen.
- Sichern Sie Ihr Passwort beziehungsweise Ihre PIN. Stehen Sie möglichst nahe an den Geldautomaten und schirmen Sie die Tastatur mit der zweiten Hand ab.

Achten Sie auf Veränderungen am Geldautomaten
- Prüfen Sie die Vorderseite des Geldautomaten auf Auffälligkeiten. Achten Sie insbesondere darauf, ob der Automat von üblichen Bankautomaten abweicht.
- Prüfen Sie den Kartenschlitz auf Veränderungen. Über ein zusätzliches Gerät am Karteneingang versuchen Betrüger die Daten Ihrer EC- oder Kreditkarte mitzulesen.
- Prüfen Sie die Tastatur auf Veränderungen. Über eine zusätzliche Tastatur können Betrüger Ihre PIN mitlesen und speichern.
- Prüfen Sie, ob am Geldautomat eine zusätzliche Kamera angebracht ist. Auch über eine Minikamera können Betrüger Ihre PIN aufzeichnen.
- Geldautomaten, die kein Geld ausgeben, sind verdächtig. Dies gilt aber nur wenn Sie noch Geld auf Ihrem Konto verfügbar haben.
- Geldautomaten die zu keiner Bank gehören und trotzdem keine Gebühren verlangen, sollten Sie ebenfalls stutzig machen. Geldautomaten ohne Bankbindung verdienen nur über Gebühren Ihr Geld, deshalb müssen die Betreiber Geld für die Nutzung verlangen.

Was tun bei Verdacht?
- Melden Sie vom Automaten eingezogene EC-Karten sofort. Dabei ist es wichtig den Bankautomaten möglichst nicht zu verlassen und keine Hilfe von unbekannten Fremden anzunehmen.
- Wenn Sie Unregelmäßigkeiten feststellen oder Verdacht schöpfen, melden Sie diese der betroffenen Bank und gegebenenfalls der Polizei.
- Kontrollieren Sie regelmäßig den Kontostand Ihres Girokontos. So können Sie zwar keinen Betrugsfall verhindern, aber zu einer schnellen Aufklärung beitragen. Verfolgen Sie deshalb jede ungewöhnliche Kontobewegung genau und melden Sie diese gegebenenfalls Ihrer Bank.

Neben der Skimming-Strategie dokumentierte die ENISA auch immer mehr Fälle, in denen ganze Geldautomaten geraubt werden. Geklaut wird dann mit schwerem Gerät und die Geldautomaten nach Möglichkeit mit Fahrzeugen aus Ihrer Verankerung gerissen.

Mehr Informationen unter www.zinsen.de

Posted by Finanz-Experte on September 10th, 2009 No Comments

Erhöhte Nachfrage nach Finanzexperten

Die Wirtschaftskrise verunsichert viele Anleger. Welche Geldanlage lohnt sich, welche nicht? Finanzexperten können beraten.

Die Deutschen sorgen sich darum, ob ihre finanziellen Weichenstellungen in der Finanzkrise noch stimmen: 41,5 Prozent der Finanz- und Versicherungsmakler erhalten mehr Anfragen aus ihrem Kundenstamm als im Vorjahr. Insbesondere in den Bereichen Altersvorsorge und Vermögensanlage haben viele Sparer großen Informationsbedarf. Dies ergab eine Befragung des Finanzberatungsunternehmen FORMAXX unter 248 seiner Makler aus dem gesamten Bundesgebiet.

Annähernd die Hälfte aller Finanz- und Versicherungsmakler berichtet, dass ihre Bestandskunden sich spürbar häufiger eigeninitiativ melden als im Jahr zuvor. Ein Anstieg in dieser Deutlichkeit gilt selbst in Krisenzeiten als ungewöhnlich: Üblicherweise setzen sich Beratungskunden nicht von sich aus, sondern erst auf Hinweis ihres Maklers mit aktuellen Chancen und Risiken auseinander. „Das stark erhöhte Anfrage-Aufkommen zeigt, wie groß die Verunsicherung bei den Kunden ist. Das haben viele Akteure in der Finanzbranche noch gar nicht realisiert“, erläutert Eugen Bucher, Vorstand der FORMAXX AG, das Ergebnis der Befragung.

Besonders hoch ist der Beratungsbedarf bei der Altersvorsorge und der Vermögensanlage. Mehr als die Hälfte aller Kunden hat Fragen zu diesen beiden Bereichen: 56,5 Prozent der Kunden machen sich Sorgen um ihre Absicherung nach dem Arbeitsleben, 58,5 möchten sichergehen, dass ihr bisher erspartes Vermögen in der Krise erhalten bleibt. „Gerade in diesen beiden Gebieten, bei denen große Summen in langfristige Verträge fließen, sollte man jetzt keine Fehler machen. Deshalb begrüßen wir, dass immer mehr Kunden sich aktiv an Makler wenden, um unabhängig beraten zu werden“, so Bucher.

Um eine unabhängige Beratung zu ermöglichen, sind die Berater von FORMAXX ausschließlich als Makler tätig. Darüber hinaus hat das Unternehmen zusammen mit renommierten Wissenschaftlern der FU Berlin und der FH Ludwigshafen die Deutsche Finanznorm entwickelt. Dieses Regelwerk vereint wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen der Beratungsbranche sowie Rechtsprechungsgrundsätze und macht diese Informationen für die Beratung nutzbar.

www.formaxx.de

Posted by Finanz-Experte on September 9th, 2009 No Comments

Stärkere Erholung im Geschäftsklima des Mittelstands

Das Geschäftsklima im Mittelstand hat erneut weiter verbessert. Der Zähler konnte sich um 5,5 Punkte verbessern.

Die Erholung des mittelständischen Geschäftsklimas hat sich im August mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt: Der zentrale Indikator, den die KfW Bankengruppe und das Münchner ifo Institut im Rahmen des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers berechnen, verbesserte sich um 5,5 Zähler auf jetzt -6,8 Saldenpunkte. Dies ist der fünfte Anstieg in Folge und zugleich der kräftigste Zuwachs seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991.

Dahinter steht ein neuer Rekordanstieg bei den Geschäftserwartungen des Mittelstands für die kommenden sechs Monate: Mit einem Plus von 8,2 Zählern – das ist fast das Vierfache einer durchschnittlichen Monatsveränderung – machten sie geradezu einen Sprung auf aktuell -1,4 Saldenpunkte und erreichten damit nahezu wieder ihr langfristiges Durchschnittsniveau. Besonders erfreulich ist, dass im August zum Klimaanstieg im Mittelstand neben den schon seit längerem wieder aufwärts gerichteten Geschäftserwartungen zum zweiten Mal in Folge auch die verbesserten Urteile zur Geschäftslage (plus 3,2 Zähler auf -11,9 Saldenpunkte) beitrugen.

Auch das Geschäftsklima bei den Großunternehmen hat sich im August kräftig aufgehellt und liegt nun nach einem Anstieg um 4,5 Zähler bei -17,7 Saldenpunkten. Damit blieb der Zuwachs jedoch deutlich hinter dem Rekordwert der kleinen und mittleren Unternehmen zurück.

“Das August-Ergebnis ist rundum erfreulich – besonders aus Sicht des Mittelstands”, kommentiert KfW-Chefvolkswirt Dr. Norbert Irsch das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer. “Man darf allerdings nicht vergessen, auf welch niedrigem Niveau die Anstiege aufsetzen.”

Für die kommenden Monate sieht Irsch zwar eine positive konjunkturelle Entwicklung, die negativen Folgen der historischen Rezession z.B. für Beschäftigung und Staatsfinanzen stünden aber noch bevor. “Auch Rückschläge sind möglich”, warnte der KfW-Chefvolkswirt, “vor allem, wenn die Stimuli aus den Konjunkturprogrammen auslaufen, die globale Nachfrage sich nicht so durchgreifend erholt, dass sie die bislang noch von der Kurzarbeit getragene Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt auffangen kann, oder wenn sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen weiter verschlechtern.”

Betrachtet man die einzelnen Teilindikatoren des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers im August, so belegen die Branchenindikatoren eine Erholung im Mittelstand auf breiter Front. Der Einzelhandel ist dabei – wie bereits im Juli – der am besten gestimmte Zweig der mittelständischen Wirtschaft. Besonders bemerkenswert ist, dass die beiden besonders stark in die Weltwirtschaft integrierten Branchen Verarbeitendes Gewerbe und Großhandel infolge der globalen Nachfrageerholung wieder Tritt zu fassen beginnen: Das Klima in der mittelständischen Industrie verbesserte sich deutlich um 7,0 Zähler auf -14,8 Saldenpunkte, während das Großhandelsklima sogar um 10,2 Zähler auf nun -4,1 Saldenpunkte anstieg. In beiden Branchen bewegen sich die Klimaeinschätzungen damit wieder auf dem Niveau vom Oktober 2008, als der tiefe Fall begann.

Die allgemeine Klimaverbesserung bei Mittelstand wie Großunternehmen schlägt sich nicht nur in weniger pessimistischen Absatzpreiserwartungen nieder, auch der Druck zum Arbeitsplatzabbau scheint etwas nachzulassen. Sowohl die mittelständischen (plus 2,5 Zähler auf -5,6 Saldenpunkte) als auch die großen Unternehmen (plus 2,3 Zähler auf -12,0 Saldenpunkte) gingen im August weniger stark von Beschäftigungsverlusten aus als in den Monaten zuvor.

Die vollständige Datentabelle und Grafiken des Indikators sind unter www.kfw.de in der Kategorie “Research” abrufbar.

Geschäftsideen

Posted by Finanz-Experte on September 8th, 2009 No Comments