Finanzkrise: Spitzenverdiener befürworten staatliche Rettungspakete für Banken
Drei von vier deutschen Spitzenverdienern erachten die staatlichen Rettungspakete für angeschlagene Banken als sinnvoll. Eben so viele halten die Gelder für ein hilfreiches Instrument, um die Finanzkrise schneller zu überwinden.
Dennoch sagt fast die Hälfte der vermögenden Anleger, dass diejenigen Banken, die die Staatshilfe annehmen, ihre Reputation und das Kundenvertrauen aufs Spiel setzen würden. So das Ergebnis der aktuelle Studienwelle des German Wealth Monitor (GWM) des Frankfurter Instituts für Markencontrolling BrandControl.
BrandControl hat erstmalig abgefragt, was vermögende Anleger von den Rettungspaketen halten, die der Staat für Banken mit Liquiditätsengpass bereitstellt. Wenn auch die Mehrheit diesen Rettungspaketen positiv gegenüber steht, sehen doch 43 Prozent den Ruf und das Vertrauen in die Banken gefährdet, wenn diese auf staatliche Hilfen zurückgreifen. „Die Banken müssen jetzt zeigen, dass sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen“, so Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer BrandControl. „Die Öffentlichkeit verlangt Hintergründe zu den jüngsten Entwicklungen ebenso wie Auskunft darüber, wie sich die Banken zukünftig gegen ähnliche Risiken absichern wollen. Dabei steht die Sicherheit der Geldanlage ihrer Kunden an erster Stelle. Wenn eine Bank diese Aspekte vermittelt, kann sie als vertrauenswürdiges Institut bestehen.“
Mit den aktuellen Analysen von BrandControl könnten die Banken ihr Auftreten gegenüber vermögenden Anlegern optimieren. Die Studie decke Schwachstellen in der Kommunikation der Banken auf. Mit Hilfe der erhobenen Daten könnten Banken gemeinsam mit ihren Werbe- und PR-Agenturen diese Schwachstellen beheben, sich langfristig neue Ziele setzen und deren Realisierung anhand der GWM-Daten kontinuierlich überprüfen.
Das Frankfurter Institut für Marketingcontrolling BrandControl befragt seit August 2006 zweimal jährlich 1.000 Personen der Top drei Prozent der Einkommenspyramide: Vermögende, die über mindestens 100.000 Euro Jahreseinkommen verfügen und damit zur Zielgruppe des Private Banking und Wealth Management zählen. Neben dem Anlageverhalten und der Mediennutzung dieser Personen werden vor allem die Einstellungen zu den Banken, deren Reputation und das Vertrauen der Anleger in die Institute erfasst.
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