Importpreise im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent gestiegen
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai 2008 um 7,9 Prozent über dem Vorjahresstand. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Einfuhrpreisindex um 2,4 Prozent. Eine ähnliche hohe Vormonatsveränderung war zuletzt im September 1990 mit + 2,5 Prozent zu beobachten.
Besonders hoch fiel die Jahresteuerungsrate bei den Energieträgern aus. Die Einfuhrpreise erhöhten sich gegenüber Mai 2007 um 46,5 Prozent, wobei Rohöl die höchste Verteuerung (+ 56,8 Prozent) verzeichnet. Auch für Eisen-Metall-Importe musste man draufzahlen. Eisenerze verteuerten sich zum Beispiel um 39,1 Prozent. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle sanken hingegen um 9,9 Prozent. Einen massiven Preisrückgang gab es beim Nickel mit – 52,7 Prozent. Im Nahrungsmittelsektor verteuerte sich insbesondere die Einfuhr von Getreide (+ 37,2 Prozent), Zitrusfrüchten (+ 34,2 Prozent) und Rindfleisch (+ 24,1 Prozent). Milch, Milcherzeugnisse und Rohkaffee wurden um 11,2 Prozent teurer.
Nicht nur die Einfuhrpreise erhöhten sich. Der Index der Ausfuhrpreise lag im Mai 2008 um 2,3 Prozent höher als im Vorjahr. Gegenüber April 2008 erhöhte sich dieser Wert um 0,4 Prozent.
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