Trojaner auf der Jagd nach Kreditkartennutzern
Email verbreitet gefährliches Schadprogramm
Gerade erst wurde das skandalöse Datenleck eines spanischen Kartenherstellers in den Nachrichten publik gemacht, doch schon droht der nächste Daten-GAU: Seit einigen Tagen verbreiten Kriminelle in der ganzen Welt virenverseuchte Emails mit einer fingierten Zahlungsaufforderung. Die Betrüger fordern den angeblichen Kunden in dieser Mail dazu auf, eine offene Kreditkarten-Rechnung umgehend zu begleichen – oder den gesamten Vorgang mithilfe eines beigefügten Programms zu stornieren. Doch statt eines Tools installiert der Anwender sich den brandgefährlichen Bank-Trojaner Trojan.Win32.Sasfis.vbw, der sich auf das Sammeln von Kreditkarten-Informationen und Onlinebanking-Kontaktdaten spezialisiert hat.
Unter dem Deckmantel diverser namhaften amerikanischer Großfirmen wie Starbucks, Yahoo, Delta Airlines oder Microsoft wird ein Schadprogramm verbreitet, das die ausspionierten Informationen unbemerkt an diverse Server in der Ukraine und den USA verschickt und obendrein weitere Malware auf dem infizierten PC installiert. Laut Ralf Benzmüller, seines Zeichens Leiter des etablierten Sicherheitsunternehmens G Data Security Labs, wird dieser Trojaner als besonders gefährlich eingestuft. „Die Cyberkriminellen versuchen offenbar, massiv an neue Kreditkarten- und Banking-Informationen zu gelangen.“, so Benzmüller. Besonders prekär ist die Tatsache, dass das vermeintliche Stornierungs-Tool namens „module.exe“ eine Hintertür im befallenen Computersystem öffnen kann, sodass dieser von den kriminellen Programmierern komplett kontrolliert und für weitere illegale Aktivitäten genutzt werden kann.
Experten raten daher dringend, Emails mit unerwarteten Aufforderungen und merkwürdigen Anhängen umgehend und am besten ungelesen zu löschen. Ein Ratschlag, der bei dubiosen Mails generell befolgt werden sollte, und zur Not empfiehlt sich im Einzelfall, zur Sicherheit den direkten Kontakt zu seiner Bank oder der Rechnungsabteilung des jeweiligen Unternehmens aufzunehmen, um die Echtheit einer dubiosen Mail zu verifizieren.
Weitere Informationen unter: www.gdata.de
Tags: Trojaner, Viren Trojaner

Dezember 4th, 2010 at 2:05 pm
Deinen Blog lesen macht wirklich Spaß, vielen Dank für den Beitrag