Archive for August, 2009

Immobilienkredite so günstig wie selten zuvor

Die Kondition für für Immobilienkredite sind aktuell so günstig, wie selten zuvor. Wie lange die Zinsen noch so gering bleiben ist fraglich.

Die Zinsen für Immobilienkredite sind jüngst noch einmal gefallen – und befinden sich damit so niedrig wie kaum während der Nachkriegsgeschichte in Deutschland. „Nur zwei Mal sind die Bauzinsen in den vergangenen 65 Jahren auf ein ähnlich tiefes Niveau gesunken“, sagt Kai Oppel, Sprecher beim Baugeldvermittler HypothekenDiscount.

Vom jetzigen erneuten Fall der Zinsen zeigten sich selbst Experten überrascht – gerade vor dem Hintergrund, dass vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden bereits das Ende der Rezession gemeldet worden war und die Europäische Zentralbank im benachbarten Frankfurt mitgeteilt hatte, in letzter Zeit kursierende Inflationsszenarien seien weitgehend übertrieben. Beide Entwicklungen wären Indikatoren für steigende Baukreditzinsen.

Hintergrund des dennoch erfolgten Zinsrutsches: Angesichts wenig stabiler Daten werden positive Konjunkturprognosen derzeit rasch von trüben Voraussagen eingeholt. So bekamen Investoren erneut Zweifel an einer schnellen Konjunkturerholung – mit dem Ergebnis, dass Anleger in sichere festverzinsliche Wertpapiere investierten. „Davon profitieren Eigenheimer mit Finanzierungsbedarf unmittelbar. Denn: Steigen die Kurse der Bundeswertpapiere, fallen automatisch die Renditen. Hypothekendarlehen folgen dieser Entwicklung”, sagt Kai Oppel.

Die aktuelle Entwicklung könnte jedoch schon rasch in die umgekehrte Richtung gehen: Als erste bedeutende Notenbank hat die israelische Zentralbank unerwartet den Schlüsselzinssatz wieder erhöht – um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent. Volkswirte rechnen damit, dass weitere Zentralbanken folgen – primär vermutlich kleinere Institute, mittelfristig möglicherweise auch die Europäische Zentralbank.

Es empfiehlt sich in dieser Situation, rasch zu handeln – bevor das Zinsniveau wieder steigt. Sinnvoll ist es nach Expertenmeinung, die größtmögliche Planungssicherheit zu schaffen und Immobilienkrediten ab 15 Jahren fester Zinsbindung zu wählen. Auch Volltilgerdarlehen, bei denen nach Ablauf der Zinsbindung der Kredit komplett getilgt ist, sind beim aktuellen Zinsniveau empfehlenswert. „Allerdings müssen die Eigenheimer sicher sein, dass sie sich über einen so langen Zeitraum eine entsprechend höhere Tilgungsrate leisten können”, sagt Kai Oppel.

www.hypothekendiscount.de

Posted by Finanz-Experte on August 28th, 2009 No Comments

Konsumklima weiterhin im Aufwind

Das Konsumklima hat sich im August erneut verbessert. Der Indikator stieg für August um weitere 3,4 Punkte.

Das Konsumklima setzt seinen Aufwärtstrend auch im Spätsommer fort. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung steigen noch einmal an. Zudem verbessert sich die Anschaffungsneigung. Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten. Im langfristigen Vergleich bleibt das Konsumklima jedoch weiter auf einem relativ niedrigen Niveau.

Nachdem nach letzten Meldungen verschiedener Wirtschaftsinstitute die Talfahrt der deutschen Wirtschaft gestoppt scheint, hat sich der Konjunkturpessimismus weiter verringert. Somit legen die Konjunkturerwartungen zum fünften Mal in Folge zu. Die Inflation verschwindet, den Verbrauchern bleibt mehr Geld im Portemonnaie. Dies drückt sich in steigenden Einkommenserwartungen aus. Stabile oder sogar rückläufige Preise sowie ein weiterhin verhältnismäßig stabiler Arbeitsmarkt sorgen dafür, dass auch die Anschaffungsneigung steigt. Ob dieser positive Trend auch künftig anhalten wird, hängt jedoch davon ab, inwieweit sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres eintrübt. Ein starker Anstieg der Erwerbslosigkeit würde sicherlich auch das Konsumklima belasten.
Konjunkturerwartung: fünfter Anstieg in Folge

Die Konjunkturerwartungen lassen ihr Rezessionstief vom Jahresanfang immer weiter hinter sich. Der Indikator steigt im August mit einem Plus von 6,5 Punkten bereits zum fünften Mal in Folge. Aktuell weist er einen Wert von -7,5 Zählern auf und liegt damit mehr als 14 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert.

Nachdem die steile Talfahrt der deutschen Wirtschaft nun gestoppt scheint, geben die Verbraucher ihren Konjunkturpessimismus mehr und mehr auf. Die Chancen, dass die Wirtschaft bereits im dritten Quartal dieses Jahres wieder wachsen könnte, sind deutlich gestiegen. Die Entwicklung der Auftragseingänge sowie der Produktion stützen diese Prognose. Auch die weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme zeigen ihre Wirkung. In der Folge geben sich die Finanzanalysten wieder deutlich optimistischer, wie die aktuelle Entwicklung der ZEW-Konjunkturerwartungen belegt. Mit dem neunten Anstieg innerhalb der vergangenen zehn Monate erreichte der ZEW-Index seinen höchsten Stand seit April 2006 und lag zudem deutlich über seinem langjährigen Mittelwert von 26,5 Punkten. Auch der ifo Geschäftsklimaindex kletterte im August unerwartet kräftig auf 90,5 Zähler und verzeichnet damit den fünften Anstieg in Folge.
Einkommenserwartung: weiter im Aufwind

Nachdem die Einkommenserwartungen im Juli zum ersten Mal seit April 2008 wieder im Plus lagen, gewinnen sie aktuell noch einmal hinzu. Der dritte Anstieg in Folge bringt den Indikator im August auf 8,8 Punkte; das entspricht einem Plus von 7 Punkten gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Zuwachs sogar mehr als 25 Punkte.

Verschiedene Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II wie niedrigere Krankenversicherungsbeiträge und Entlastungen bei der Einkommenssteuer sorgen ebenso wie die geringe Inflation dafür, dass sich die Einkommensstimmung derzeit verbessert. Aufgrund der stabilen und sogar sinkenden Preise bleibt den Konsumenten zudem mehr Geld im Portemonnaie. Diese Entwicklungen überlagern im Moment offenbar mögliche Ängste um den Arbeitsplatz.
Anschaffungsneigung: Trend zeigt nach oben

Nach dem zweistelligen Zuwachs im Vormonat verbessert sich die Anschaffungsneigung auch im August. Mit einem Plus von 6 Punkten fällt der Anstieg zwar aktuell etwas weniger stark aus als in den Vormonaten. Insgesamt weist der Indikator jedoch einen Wert von 31,1 Punkten auf und liegt damit auf dem höchsten Stand seit Dezember 2006.

Vor allem das niedrige und teilweise sinkende Preisniveau stützt die Konsumneigung. Dieser Zusammenhang zwischen den Preiserwartungen der Verbraucher und ihrer Bereitschaft zu konsumieren, zeigte sich auch in der Vergangenheit. Da die Preiserwartungen derzeit deutlich auf Talfahrt sind, stimuliert dies die Konsumneigung. Zudem blieb der Arbeitsmarkt angesichts der Krise bislang erstaunlich robust. Die Unternehmen versuchen auf breiter Front, mit Hilfe von Kurzarbeit Zeiten schwacher Kapazitätsauslastung zu überbrücken. Schließlich dürfte auch der Staat die Anschaffungsneigung mit der Abwrackprämie zusätzlich temporär stützen.
Konsumklima: weiterer Anstieg

Der Gesamtindikator prognostiziert für September 2009 einen Wert von 3,7 Punkten nach revidiert 3,4 Zählern im August. Das Konsumklima legt damit weiter zu. Im längerfristigen Vergleich bleibt das Niveau des Indikators jedoch unterdurchschnittlich. So liegt der Durchschnittswert seit der Wiedervereinigung bei 9 Punkten und damit deutlich über dem aktuell ermittelten Stand.

Insgesamt erweist sich der private Konsum derzeit als wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur. Dies wird auch durch die aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigt. Demnach sind die realen privaten Konsumausgaben im zweiten Quartal dieses Jahres um 0,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gestiegen.

Ob sich der Aufwärtstrend fortsetzen kann, wird vor allem davon abhängen, wie sich der Arbeitsmarkt weiter entwickelt. Ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit im weiteren Verlauf dieses Jahres dürfte auch das Konsumklima schwer belasten.

www.gfk.com

Posted by Finanz-Experte on August 27th, 2009 No Comments

Börsennewsletter bringt Klarheit ins Aktiensgeschäft

Aktien sind für viele Anleger ein Buch mit sieben Siegeln. Um wirklich Ahnung von der Börse haben zu können, muss man sie genau beobachten oder einen Newsletter lesen.

Die Welt der Börse ist für viele Anleger ein undurchsichtiger Dschungel. Privatanleger, die in Aktien oder Fonds investieren möchten, sind auf das Expertenwissen von Banken und Maklern angewiesen. Viele Börsianer wollen jedoch aktiv an ihrem Investment teilnehmen und selbst entscheiden, wie viel Geld wo und wann investiert wird. Für diese stetig wachsende Anzahl an Privatanlegern bietet der Investor Verlag passende Lösungen.

Der Investor Verlag in Bonn-Bad Godesberg bietet seinen Lesern inzwischen 13 kostenlose E-Mail-Newsletter zum Thema Geldanlage & Finanzen. Damit ist es dem Verlag gelungen das breite Börsenspektrum weitestgehend abzudecken. Für den seriösen Investor lässt sich sogar ein Tagesplan erstellen, der eine aktuelle Rundum-Versorgung zum Thema Finanzen bereitstellt. Bereits morgens um 7 Uhr beginnt der Tag beim Investor Verlag mit dem „Daily Observer“, der eher kritisch das weltweite Marktgeschehen auseinandernimmt. Um 8 Uhr folgt der charttechnisch orientierte „Dax Daily“, der – wie der Name schon sagt – den deutschen Aktienindex im Fokus. Bis zum Abend kommen aber auch spekulativ ausgerichtete Börsianer oder auf amerikanische Indizes fokussierte Anleger auf ihre Kosten. Auch der Nebenwerte-Markt, Emerging Markets und der Rohstoffmarkt werden mit den kostenlosen Newslettern abgedeckt. Mit diesen Börsennewslettern beweist der Investor Verlag, dass auch Kostenloses eine hervorragende Qualität haben kann.Interessierte Privatanleger haben darüber hinaus die Möglichkeit aus 32 Börsendiensten ihre ganz persönliche Anlagestrategie auszuwählen. In der kostenlosen Probezeit lassen sich Value-orientiert Ansätze, Nebenwerte- und Derivate-Strategien und technisch orientierte Ansätze problemlos testen. Allen Publikationen gemein ist die Erfüllung höchster Qualitätsstandards. Sie sind anzeigenfrei und arbeiten damit völlig unabhängig von Banken, Finanzdienstleistern und Emittenten. Der Verlag vertreibt keine Fonds, Zertifikate oder ähnliche Anlagen und dient somit nicht als Werbeträger für finanzorientierte Produkte. Darüber hinaus überprüft ein unabhängiges Vermögenscontrolling-Unternehmen alle Anlageempfehlungen der einzelnen Börsendienste. Abgerundet wird der Service von einem umfangreichen Kundendienst. Regelmäßige Redaktionssprechstunden mit den Chefredakteuren, E-Mail-Hotlines zu den Redakteuren und Experten, die alle Fragen der Privatanleger rund um die Geldanlage beantworten, gehören zum Standard. Umfangreiche Einführungsliteratur und qualitativ hochwertige Veranstaltungen sollen zukünftigen Börsianern den Zugang zu komplexeren Anlagethemen so leicht wie möglich machen.

Ein guter Newsletter oder Börsendienst steht und fällt aber letztendlich mit den Redakteuren. Die Experten des Investor Verlags verfügen über langjährige Erfahrung als professionelle Trader und Börsendienst- oder Buchautoren. Sie sind ausgewiesene Fachleute in ihrem Gebiet und verstehen es die oftmals recht nüchternen Fakten des Börsengeschehens so aufzubereiten, dass es der Leser auch nachvollziehen kann. Für alle Privatanleger und angehenden Börsianer, die mit der Materie noch nicht so vertraut sind sicherlich ein wichtiger Aspekt in der Entscheidungsfindung.

Den Börsennewsletter können Sie unter www.investor-verlag.de/newsletter abbonieren.

Posted by Finanz-Experte on August 26th, 2009 No Comments

Kunden trauen den Bankberatern nicht

Nur noch jeder Zweite ist mit der Beratung bei seiner Bank zufrieden. Viele fühlen sich außerdem überfordert und im Stich gelassen.

Das Verhältnis zwischen Kunde und Bank scheint gestört zu sein. Laut einer Forsa-Umfrage geben 53% der Befragten an, schon einmal die Entscheidung für eine Geldanlage bereut zu haben, sich zudem 43% bei Finanzfragen oft überfordert fühlen.

„Das Ergebnis dieser Umfrage ist für Bankinstitute ebenso wie für Bankberater verherrend“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche aktuell über einen besonders krassen Fall einer Falschberatung durch ein Kreditinstitut:

Ein Anleger erkundigte sich bei einer Raiffeisenbank in Bayern nach einer sicheren Anlage, weshalb ihm am 04.09.2008, also 11 Tage vor Bekanntgabe der Insolvenz der US-Amerikanischen Investmentbank Lehman, sogenannte „Cobold-Anleihen“ von seiner Bankberaterin zum Kauf angeboten wurden, und zwar unter Negierung jeglicher Risiken.

Bei den „Cobolden“ der DZ-Bank handelt es sich um sogenannte „Credit Linkit Notes“, also um Papiere, deren Erwerber für die emittierende Bank Kreditrisiken übernimmt. Diese Titel wurden zu Konditionen in den Markt gedrückt, die nicht oder allenfalls unwesentlich über den seinerzeitigen Konditionen für risikolose, festverzinsliche Wertpapiere lagen. Das Risiko dieses Produkts liegt in erster Linie in der Bonität der zugrundeliegenden Referenzunternehmen, d.h. bei Insolvenz eines dieser US-Amerikanischen Kreditinstitute – unter ihnen eben auch Lehman-Brothers – tritt das sog. Kreditereignis ein und der Anleger erleidet einen Totalverlust.

Erschreckt um die damalige Berichterstattung kurz vor Insolvenzantragstellung der Lehman-Brothers-Bank in Amerika forderte der Anleger eine Stellungnahme von der handelnden Bankmitarbeiterin bei der zuständigen Raiffeisenbank an, welche tatsächlich noch am 12.09.2008 (!) in einer Mail darstellen lässt, eine Insolvenz der US-Amerikanischen Investmentbank Lehman käme niemals in Betracht. Die derzeit außergerichtlich geltend gemachte Schadensersatzforderung lässt die Bank im Übrigen vollumfänglich zurückweisen.

„Es mag sich hier zwar um einen Einzelfall in der Beratungspraxis von Bankinstituten handeln; wenn es allerdings der Branche nicht gelingt, mehr Vertrauen bei den Kunden aufzubauen, kann das ohnehin schon gestörte Verhältnis zwischen Bank und Kunden nicht wiederhergestellt werden, zumal derart krasse Fehlberatungen ohne jegliches Unrechtsbewusstsein der Bank mitnichten dazu verhelfen, dieses gestörte Vertrauen wiederherzustellen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., deren Vertrauensanwälte nunmehr nach Ablehnung sämtlicher Schadensersatzforderungen des betroffenen Anlegers eine klageweise Geltendmachung der Schadensersatzansprüche vorbereiten.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät allen geschädigten Anlegern an zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gerade bei Erwerb von Zertifikaten im Jahr 2008 prüfen zu lassen. Eine kostenlose Erstbewertung wird vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. ermöglicht. Sie können sich hierzu einen Fragebogen für geschädigte Lehman-Anleger unter www.schutzverein.org herunterladen.
Diese Erstbewertung dient den mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. kooperierenden Vertrauensanwälten zu einer ersten rechtlichen Einschätzung, inwieweit hier tatsächlich Schadensersatzansprüche gegen das betroffene Kreditinstitut gegeben sind. Diese Erstbewertung erfolgt individuell, d.h. auf den individuellen Schadensfall bezogen, was auch und gerade im Hinblick auf mögliche Schadensersatzansprüche gegen ein verantwortliches Kreditinstitut unerlässlich ist.

„Die Frage der anlage- bzw. anlegergerechten Beratung hat immer individuell und auf den konkreten Einzelfall bezogen zu erfolgen, können ansonsten etwa die Kriterien um die anlegergerechte Beratung nicht herausgearbeitet werden“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Gerade eine Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig vom 10.11.2008 hat gezeigt, dass eine individuelle Sachverhaltsbearbeitung unter Darlegung der konkreten Anlageziele des Anlegers unerlässlich erscheint.

Direkter Link zum Anmeldeformular für den Fragebogen finden Sie auf www.schutzverein.org.

Posted by Finanz-Experte on August 25th, 2009 No Comments

Droht uns eine Kreditklemme?

Karl-Heinz Boos vom Bundesverband öffentlicher Banken Deutschland in einem Interview zum Thema Kreditklemme.

Anmoderation:

Die Politik sieht den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland durch eine drohende Kreditklemme gefährdet. Demnach würden die Banken Unternehmen derzeit nur zögerlich Geld leihen – ein Vorwurf, den führende Bankenvertreter energisch zurückweisen. Nach Einschätzung von Karl-Heinz Boos, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands gibt es derzeit noch keine Kreditklemme – ganz im Gegenteil: Die Landesbanken hätten die Kreditvergabe im ersten Quartal 2009 sogar noch einmal ausgeweitet. Katrin Müller hat mit Herrn Boos gesprochen. Zum Thema Kreditklemme begrüße ich jetzt Karl-Heinz Boos, den Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB).

Fragen an Herrn Boos:

1. Herr Boos, das Wort Kreditklemme ist ja in letzter Zeit häufig durch die Medien gegangen – gibt es aus Ihrer Sicht hierzulande tatsächlich eine Kreditklemme für Unternehmen?

2. Wie hat sich die Vergabe von Unternehmenskrediten durch Banken allgemein im vergangenen Jahr entwickelt?

3. Bei der Kreditvergabe an Unternehmen – welche Rolle spielen dabei eigentlich die Landesbanken – insbesondere bei der Kreditvergabe an den Mittelstand?

4. Sie sagten, im Fall eines wirtschaftliche Aufschwungs, könnte es möglicherweise zu einer Art Kreditklemme kommen – was müsste aus Ihrer Sicht getan werden, um dem entgegenzuwirken?

5. Gefordert wird ja unter anderem auch eine Konsolidierung der Landesbanken – halten Sie das für ein geeignetes Mittel?

Beitrag:

1. Herr Boos, das Wort Kreditklemme ist ja in letzter Zeit häufig durch die Medien gegangen – gibt es aus Ihrer Sicht hierzulande tatsächlich eine Kreditklemme für Unternehmen?

O-Ton-Antwort 1 (31 Sek.): “Wenn wir uns die Zahlen der Bundesbank der letzten Quartalsberichte ansehen, dann haben wir effektiv noch keine direkte Kreditklemme. Wir beobachten aber folgendes: Wenn sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen in nächster Zeit verschlechtert, was viele vermuten, dann gibt es Engpässe bei den Banken, weil sich die Kreditvergabe ja nach der Bonität der Unternehmen richtet. Wenn sich die Bonität verschlechtert, müssen die Banken nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Kredite mehr Eigenkapital hinlegen, und das könnte die Kreditvergabe bremsen.”

2. Wie hat sich die Vergabe von Unternehmenskrediten durch Banken allgemein im vergangenen Jahr entwickelt?

O-Ton 2-Antwort (42 Sek.): “Bis zum ersten Quartal 2009 war im vergangenen Jahr noch eine steigende Kreditvergabe zu verzeichnen. Das zeigt, dass die finanzielle Lage der Unternehmen noch stabil ist. Das ergibt sich ja auch aus der Frühjahrsumfrage des BDI. Wir sehen aber auch, dass viele Unternehmen aufgrund der Krise zu Anpassungsmaßnahmen gezwungen sind, dass sie zum Beispiel verstärkt ihre Vorratsbestände reduzieren oder dass sie ihr Forderungsmanagement intensivieren. Wenn sich die Situation verändert und wir wieder in einen wirtschaftlichen Aufschwung kommen, dann steigt die Kreditnachfrage, und das kann bei den Banken dazu führen, dass Eigenkapitalengpässe zu verzeichnen sind und insofern eine Kreditklemme entstehen kann.”

3. Bei der Kreditvergabe an Unternehmen – welche Rolle spielen dabei eigentlich die Landesbanken – insbesondere bei der Kreditvergabe an den Mittelstand?

O-Ton-Antwort 3 (33 Sek.): “Bei der Unternehmensfinanzierung sind die Landesbanken in der Tat führend. Sie haben einen Marktanteil von etwa 24 Prozent. Die Sparkassen und privaten Banken haben jeweils ca. 15 Prozent. Die Landesbanken haben jedenfalls im ersten Quartal 2009 ihre Kreditvergabe noch mal ausgeweitet. Wir verzeichnen im Moment eine Entwicklung, dass gerade viele mittelständische, größere mittelständische Unternehmen wieder Finanzierungspartner in ihrer Region suchen – also praktisch zurückkommen zu dem Hausbankprinzip, das im Moment eine Art Renaissance erlebt.”

4. Sie sagten, im Fall eines wirtschaftliche Aufschwungs, könnte es möglicherweise zu einer Art Kreditklemme kommen – was müsste aus Ihrer Sicht getan werden, um dem entgegenzuwirken?

O-Ton-Antwort 4 (46 Sek.): “Entscheidend ist – und das muss eigentlich noch dieses Jahr passieren – dass reine regulativ bedingte Eigenkapitalvernichtungen verhindert werden. Insofern muss man versuchen, diese prozyklisch wirkenden Effekte der Aufsichtsregeln zu beseitigen. Da hilft auch kein politischer Druck. Hier muss man gemeinsam drangehen, diese Wirkungen zu schwächen. Parallel dazu muss auch das Verbriefungsgeschäft – auch wenn es teilweise in Misskredit geraten ist – wieder in Gang kommen, und zwar möglicherweise durch partielle oder zeitlich begrenzte, staatliche Anschubmaßnahmen. Wichtig ist aber dabei, dass diesen Verbriefungsstrukturen relativ einfache Verbindungen und Strukturen zugrunde liegen, und dass es für den Anleger und den Investor wieder transparent wird.”

5. Gefordert wird ja unter anderem auch eine Konsolidierung der Landesbanken – halten Sie das für ein geeignetes Mittel?

O-Ton-Antwort 5 (18 Sek.): “In einer Krise zu fusionieren – das hat der Fall der Commerzbank gezeigt – ist nahezu unmöglich. Es muss erstmal darum gehen, die Strukturen und Geschäftsmodelle der Landesbanken wieder auf ein stabiles Fundament zu bringen, um dann zu überlegen, wie man weiter verfährt und ob dann Konsolidierungen sinnvoll sind.”

www.voeb.de

Posted by Finanz-Experte on August 24th, 2009 No Comments

Betriebsklima trotz Finanzkrise gut

Gute Nachrichten für Firmen: Das Betriebsklima bleibt trotz Finanzkrise positiv.

Trotz Wirtschaftskrise und der Sorge um den Arbeitsplatz beurteilen die meisten Deutschen das Betriebsklima an ihrem Arbeitsplatz positiv. Dies ergab die aktuelle Frage des Monats der GfK in Kooperation mit der „Welt am Sonntag“.

Insgesamt 90 Prozent der Befragten gaben an, das Betriebsklima an ihrem Arbeitsplatz sei derzeit gut. Ein Viertel davon bezeichnete die Atmosphäre im Unternehmen sogar als sehr gut. Dagegen sagten etwa 10 Prozent der Befragten, das Betriebsklima sei derzeit mehr oder weniger schlecht.

Damit scheint sich die Wirtschaftskrise in den vergangenen Monaten nur begrenzt auf die Stimmung am Arbeitsplatz ausgewirkt zu haben. Drei Viertel der Befragten konnten keine Veränderung des Betriebsklimas innerhalb des letzten halben Jahres feststellen, weitere neun Prozent berichteten sogar von Verbesserungen. Nur 16 Prozent der Berufstätigen gaben an, die Atmosphäre habe sich in den letzten sechs Monaten verschlechtert.

www.gfk.com

Posted by Finanz-Experte on August 21st, 2009 No Comments

Banken investieren in Einlagensicherung

In Zeiten der Finanzkrise ist Einlagensicherung und Sicherheit des Geldes ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund haben die Banken die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds verdoppelt.

Angesichts der Finanzkrise will der Bundesverband Deutscher Banken die Beiträge zu seinem Einlagensicherungsfonds verdoppeln, meldet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V. unter Berufung auf „Die Zeit“. Damit solle der Entschädigungsfonds zu Bankkunden besser für Bankpleiten gerüstet werden.

Der Bedeutung um den Einlagensicherungsfonds wurde in letzter Zeit große Beachtung geschenkt, hat zum Beispiel das Landgericht Potsdam die dort beklagte Postbank zu Schadensersatz in Sachen „Lehman-Brothers“ verurteilt, weil der dortige Bankberater nicht darauf hingewiesen hatte, dass das Kapital der dort klagenden Anleger, welches nach deren Vortrag bisher aus dem Einlagensicherungssystem der Deutschen Banken unterliegenden Sparkonten angelegt war, durch die Verschiebung in Anleihen der Lehman-Brothers dieser Absicherung und auch einer anderen Absicherung von Einlagenforderungen nicht mehr unterlagen, was den Anlegern vom Mitarbeiter der Postbank gerade nicht mitgeteilt wurde.

Im dort zu entscheidenden Fall war den Klägern sogar ein Verkaufsprospekt überreicht worden, worin der Satz enthalten war:

„Hundert-Prozentiger Kapitalschutz bis zum Laufzeitende.“
Hiermit wurde der falsche Anschein erweckt, als sei die mit dem Prospekt angebotene Anlageform in Lehman-Brothers mit festverzinslichen Spareinlagen oder ähnlich sicheren Anlageformen vergleichbar, was im Hinblick auf die fehlende Absicherung durch ein Einlagensicherungssystem gerade nicht der Fall war.

„Obwohl diese Entscheidung bislang noch nicht rechtskräftig ist, hat das Landgericht Potsdam unter anderem deshalb Schadensersatzansprüche bejaht, weil den dort als sicherheitsorientiert dargestellten Anlegern die Risiken um diese Anleihe nicht richtig bzw. vollständig mitgeteilt wurden, weshalb die Schadensersatzklage gegen die Postbank letztendlich erstinstanzlich auch erfolgreich war“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V. hat bereits mehrmals darauf hinweisen lassen, dass in den wenigsten Fällen Zertifikate ordnungsgemäß und vollständig erläutert wurden, gab es oftmals keine anlegerspezifische Beratung, zudem die Produkte, also die Zertifikate, auch nicht richtig erklärt wurden.

„Nach unserer bisherigen Erfahrung reagieren die Kreditinstitute auf Anspruchsschreiben geschädigter Anleger entweder gar nicht oder geben lediglich an, sie hätten zum Vertriebszeitpunkt keine Anhaltspunkte dafür gesehen, dass die US-Amerikanische Investmentbank Lehman-Brothers ausfallen werde“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät weiterhin zur Klage, falls die Bank nicht freiwillig entschädigt. Entscheidend vor Gericht ist allerdings der Nachweis, von der Bank falsch beraten worden zu sein, weshalb grundsätzlich immer auf die individuelle Beratungssituation abzustellen ist. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V. ermöglicht eine kostenlose Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V. unter http://www.schutzverein.org.

Posted by Finanz-Experte on August 19th, 2009 No Comments

Banken verdienen kräftig mit Dispozins

Die Zinsen beim Tagesgeld fallen immer weiter. Nur noch wenige Banken bieten ein Tagesgeldkonto mit hohen Zinsen. Doch die Banken verdienen trotzdem mit den geringen Zinsen, denn die Dispozinsen sind nach wie vor sehr hoch.

Geld ist billig zu haben – aber nur für die Banken. Kunden, die ihr Konto überziehen, zahlen kräftig drauf. Das schreibt die aktuelle Ausgabe von Finanztest. Zu den schlimmsten Abzockern gehören die Citibank und die Santander Consumer Bank mit jeweils fast 17 Prozent für den Dispokredit, außerdem die Sparkassen in Berlin, Frankfurt und KölnBonn sowie die Bremische Volksbank und die Volksbank Mittelhessen.

Während der Leitzins in der Vergangenheit immer tiefer fiel und nun bei einem Prozent liegt, haben die meisten Geldinstitute ihre Kreditzinsen nicht gesenkt. Acht Banken haben sie sogar erhöht. Im Durchschnitt muss der Kunde derzeit 11,6 Prozent bezahlen, wie die Analyse der Dispozinssätze von 57 Kreditinstituten ergab.

Über 20 Banken verweigerten Finanztest die Auskunft. Kein Wunder: Ihr Durchschnittszins ist höher als der der teilnehmenden Banken. Dagegen, kritisiert Finanztest, wurden die Sparzinsen „flott gesenkt“ – hier steht inzwischen meistens nur noch eine 2 vor dem Komma, wo vor ein paar Monaten noch eine 4 stand. Finanztest empfiehlt denen, die dauerhaft im Minus sind, auf einen Abrufkredit zu günstigeren Konditionen auszuweichen. Für größere Anschaffungen ist ein Ratenkredit oft besser als der Dispo. Der macht das Schulden abbezahlen einfacher und übersichtlicher.

Dispozinsen werden taggenau und für die in Anspruch genommene Summe berechnet. Ein Dispo ist teurer als andere Kredite, weil die Bank nie wissen kann, wer von ihren Kunden ihn wann und in welcher Höhe in Anspruch nimmt.

Der ausführliche Test findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/dispozinsen.

Posted by Finanz-Experte on August 18th, 2009 No Comments

Die erfolgreichsten Anleger leben in Dresden

Die DAB Bank hat 100.000 Privatanleger in 15 großen deutschen Städten auf ihren Erfolg getestet. Das Ergebnis: In Dresden leben die erfolgreichsten Anleger.

Laut einer Auswertung der DAB bank ist Dresden die Stadt mit den erfolgreichsten Anlegern in Deutschland. Die Direktbank untersuchte für ihr erstes Städte-Ranking rund 100.000 Kundendepots von Privatanlegern aus Deutschlands 15 größten Städten. Ausschlaggebend für die Platzierung war, welche Rendite die Anleger im ersten Halbjahr 2009 mit ihrem Wertpapierdepot erzielten.

Das beste Gespür für die Finanzmärkte ist im Osten Deutschlands zu Hause: die erfolgreichsten Anleger leben derzeit in Dresden. Mit einer Rendite von 9,0 Prozent liegt die sächsische Landeshauptstadt auf dem ersten Platz des Städte-Rankings. Es folgen München mit einer Performance von 8,5 Prozent auf dem zweiten und Köln mit 8,1 Prozent auf dem dritten Platz. Den deutschen Aktienindex DAX lassen die Elbstädter sogar um 10 Prozentpunkte hinter sich.

Die Erfolgsstrategie der Dresdner ist die kontrollierte Offensive. Dresdner Anleger setzen zwar weniger auf sichere Anlageformen. Das Risiko suchen sie jedoch nicht in Einzelaktien oder Optionsscheinen, sondern in breiter aufgestellten Fonds. Die Dortmunder investieren besonders stark in Anleihen, während die Bewohner der Bankenstadt Frankfurt auf Zertifikate setzen. Die Nürnberger haben einen besonders großen Aktienanteil in ihren Depots und Köln ist die Stadt der Investmentfonds. Bei Optionsscheinen und Genussscheinen liegen dagegen die Hamburger vorne.

Hier das Ranking nach Rendite in Prozent:

1. Dresden           9,04
2. München           8,49
3. Köln              8,05
4. Hannover          8,00
5. Hamburg           7,83
6. Dortmund          7,72
7. Frankfurt a.M.    7,52
8. Berlin            7,02
9. Nürnberg          6,57
10. Düsseldorf       6,32
11. Essen            6,31
12. Leipzig          5,85
13. Duisburg         5,68
14. Stuttgart        5,39
15. Bremen           3,11

www.dab-bank.de

Posted by Finanz-Experte on August 13th, 2009 No Comments

Zahl der Insolvenzen steigt an

Nachdem in den letzten Jahren die Zahl der Insolvenzen immer wieder gesunken ist, wird es dieses Jahr wahrscheinlich zu mehr Insolvenzen kommen.

Nach einem fortgesetzten Rückgang der Unternehmer- und Privatpleiten im Jahr 2007 sank die Zahl der Insolvenzen 2008 erneut um 6,5% auf 155.202. Laut dem Statistischen Bundesamt handelte es sich in gut 63% der Fälle um Verbraucherinsolvenzen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen und der Insolvenzen von Selbstständigen waren erneut niedriger als 2007, lagen aber deutlich unter dem Rückgang der Insolvenzen von 2007 im Vergleich zum Vorjahr. Laut aktueller Analysen verringerte sich im dritten Quartal der Rückgang der Insolvenzen im Unternehmerbereich um 6,6% auf ca. 5%. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag der Rückgang der Insolvenzen noch bei 11,6%. Damit kündigt sich nach Expertenmeinung der erwartete Anstieg der Insolvenzen für 2009 an.
Das zeigte sich schon 2008 im leicht sinkenden Rückgang der Insolvenzen und wird 2009 mit einem deutlichen Anstieg der Unternehmerinsolvenzen erwartet.

Dies bestätigen auch aktuelle Daten des statistischen Bundesamtes, die einen Anstieg der Insolvenzen um mehr als 14 % im Mai 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufzeigen. Damit verbunden sind offene Forderungen allein im Mai in Höhe von 6,7 Mrd. Euro. Dies sind mehr als 250 % Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Mit einer Steigerung der Unternehmensinsolvenzen von über 12 % für den Zeitraum Januar – Mai 2009 ist für dieses Jahr mit mehr Insolvenzen zu rechnen.

Die internationale Finanzkrise werde sich demnach in diesem Jahr spürbar auf die Zahl der Verbraucher- und Unternehmerinsolvenzen auswirken. Die robuste deutsche Wirtschaft hatte diesen Effekt 2007 und 2008 noch kompensieren können.

Die Gründe für die Insolvenzen liegen allerdings bei den Unternehmen selbst. Mangelnde Bonität und negatives Eigenkapital hätten schon vor der Finanzkrise Hinweise auf einen Einbruch gegeben, wie Bonitätsprüfungen der führenden Rating-Agenturen gezeigt hätten. Der Einbruch in den internationalen Kapitalmärkten wirkte dann lediglich als Katalysator für die in ihrer Liquidität angeschlagenen Unternehmen. In der derzeitigen Lage ist deshalb auch mittelfristig keine Besserung der negativen Erwartungen für 2009 absehbar. Die Zahlungserfahrungen der Kreditgeber hätten unter der Finanzkrise erheblich gelitten und die Bonität vieler Unternehmen hat Schaden genommen, der sich längerfristig und mit einer leichten Verzögerung in den Insolvenzzahlen niederschlagen wird. Die Insolvenzen sind bereits in den ersten beiden Quartalen 2009 registrierbar gestiegen. Die Verzögerung gefährdet vor allem mittelständige Unternehmen, die nicht das nötige Eigenkapital wie die Branchenriesen aufweisen können, um vorübergehende Finanzierungsengpässe zu verkraften. Sie geraten in eine Art Teufelkreis, bei dem die Kleinkunden abspringen und die Großkunden auf Zeit spielen.

www.business-check.com

Posted by Finanz-Experte on August 12th, 2009 No Comments