Studie zeigt: Motivationsdefizite im Finanzsektor

Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und des Finanzsektors fühlen sich im Branchenvergleich durch ihre Vorgesetzten besonders unzureichend motiviert. Das ist das Ergebnis einer in Großbritannien durchgeführten Studie des internationalen Personaldienstleisters SHL. Alarmierend ist das Ergebnis besonder deshalb, weil Motivationsprobleme als einer der Hauptgründe für Unzufriedenheit und stressbedingte Fehler gilt.

37 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen und Finanzsektor werden nach eigenen Angaben selten oder nie durch ihre Chefs motiviert – im Durchschnitt aller Branchen sind es hingegen “nur” 31 Prozent. Was den Inhalt ihrer Arbeit anbelangt, sieht es nicht besser aus: Im öffentlichen und Finanzsektor fühlen sich durch ihre Aufgaben selbst nur 35 Prozent motiviert – während dies im Durchschnitt aller Branchen immerhin auf 44 Prozent der Mitarbeiter zutrifft.

Als demotivierend werden zudem wahrgenommen: ein geringes Einkommen (42 Prozent), mangelnde Führungsqualitäten des Managements (34 Prozent) und eine “uninteressante” Arbeit (31 Prozent). Unter diesen Voraussetzungen wirken sich schlechte Beziehungen zu Kollegen und Kritik viel negativer aus als in anderen Branchen. Entsprechend wird hier die motivierende Wirkung von geselligen Zusammenkünften außerhalb der Arbeit als besonders stark empfunden.

Folgen mangelnder Motivation im öffentlichen und Finanzsektor sind insbesondere: Verzögerungen in den Arbeitsabläufen (49 Prozent), Stress (45 Prozent) und private Ablenkungen wie etwa das Surfen im Internet (44 Prozent). Selbst die familiären und freundschaftlichen Beziehungen leiden letztlich nicht unerheblich unter den Motivationsdefiziten am Arbeitsplatz.

“Die Motivationsprobleme sollten sehr ernst genommen werden”, empfiehlt James Bywater, Global Consulting Manager von SHL. “Schließlich führt jedes Defizit hier zu handfesten Produktivitätseinbußen.” Führungskräfte müssten lernen, die sehr unterschiedlichen Ausgangslagen zu erkennen und Mitarbeiter gezielt zu motivieren – sei es durch monetäre Anreize, anerkennende Worte oder andere Mittel, die sich als funktionsfähig erwiesen haben.

Manager müssten sich klar darüber werden, dass verschiedene Gruppen und Individuen auf motivierende Faktoren ganz unterschiedlich reagieren. Deshalb könnten auch jeweils ganz unterschiedliche Strategien zum Erfolg führen.

Die ernüchternden Studienergebnisse hat SHL selbst zum Anlass genommen, alle Instrumente des eigenen Angebotes zur Motivationserkennung zu aktualisieren und anzupassen. Auftraggeber erhalten einen Motivationsreport über ihre Mitarbeiter, der ihnen hilft, den jeweils richtigen Weg einzuschlagen.

Für die Studie wurden 1.297 Angestellte in Großbritannien vom Marktforschungsinstitut “YouGov” befragt. Für Hintergrundinformationen und Interviews stehen gern zur Verfügung: James Bywater, Global Consulting Manager (zu Fragen der Motivation), und David Valentine, Global Sales Director (zu Fragen zur Finanzbranche).

Weitere Informationen: http://www.shl.com

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This entry was posted on Donnerstag, Dezember 11th, 2008 at 3:44 pm and is filed under Finanzen allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

 

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