Archive for Oktober, 2008

Bauherren profitieren von der Finanzkrise: Zinsrutsch zu Wochenbeginn

Konditionen für Kredite sinken innerhalb von zwei Tagen um bis zu 0,44 Prozentpunkte

Angehende Bauherren können von der Krise an den Finanzmärkten profitieren. Zum Wochenbeginn hat ein Großteil der Banken die Zinsen für Immobilienkredite deutlich gesenkt. Die Konditionen sind nach Angaben des Baugeldvermittlers Enderlein innerhalb von zwei Tagen um bis zu 44 Basispunkte gesunken. Während Kredite mit 20-jähriger Zinsbindung in der vergangenen Woche noch mehr als 5 Prozent kosteten, können sie derzeit zu Effektivzinssätzen ab 4,70 Prozent aufgenommen werden.

Damit notieren Bauzinsen aktuell auf einem Sechs-Monats-Tief. „Ein zehnjähriger Kredit über 200.000 Euro verbilligt sich durch den jüngsten Zinsrutsch um rund 6.000 Euro“, sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Von den Konditionssenkungen sind Kredite mit kurzen und langen Zinsbindungen gleichermaßen betroffen, wobei Langläufer deutlich günstiger geworden sind.

„Darlehensnehmer sollten sich den derzeitig niedrigen Zinssatz mit einer langen Zinsfestschreibung von 20 Jahren sichern. 20-jährige Kredite sind im Augenblick sogar wieder etwas preiswerter als zehnjährige Darlehen“, sagt Hölscher. Wer ein konkretes Finanzierungsvorhaben hat, sollte nicht auf weitere Zinssenkungen spekulieren. „Das Zinstief erlaubt einen historisch günstigen Immobilienerwerb. Gerade Privatleute sollten raus aus spekulativen Investitionen und rein in die Backsteine.“

www.enderlein.com

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 9th, 2008 No Comments

Kreditkrise: Erstmals sind auch Privatanleger betroffen

Die KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau – muss befürchten, ihre 300 Millionen Euro, die sie der amerikanische Investmentbank Lehman Brother überwiesen hat, abzuschreiben. Doch auch zahlreichen Privatanlegern droht nun ein Totalverlust ihrer Ersparnisse. Die betrifft vor allem Anleger, die Zertifikate der Lehman Brothers Holding Group oder einer ihrer Tochterinstitute wie die Lehman Brothers Treasury oder die Lehman Brothers Bankhaus AG erworben haben. Aber auch Anleger, die Produkte anderer Banken gekauft haben, welche mittelbar auf Lehman Brothers Bezug nehmen, Verluste erleiden – beispielsweise dadurch, dass ihre Rückzahlung von der Zahlungsfähigkeit von Lehman Brothers abhängt. In Deutschland sollen insgesamt ca. 170 Produkte vertrieben worden sein, die irgend etwas mit Lehman Brothers zu tun haben. Anlegern wird deshalb geraten, ihre Unterlagen hierauf genau durchsehen.

Lehman Brothers ist zwar noch nicht in Insolvenz, sondern steht bisher nach Chapter 11 nur unter vorübergehendem Gläubigerschutz, das Risiko ist aber sehr hoch, dass eine Insolvenz folgen wird und Anleger einen Totalverlust erleiden.

Privatanleger fragen sich daher bereits jetzt, ob sie den Schaden von der Bank, die ihnen die Anlagen empfohlen hatte, ersetzt verlangen können. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) müssen Banken ihre Kunden bei einer Beratung über alle wesentlichen Nachteile und Risiken einer Kapitalanlage aufklären. Bei Zertifikaten gehört hierzu vor allem das Risiko, dass der Emittenten (Lehman Brothers) zahlungsunfähig wird, und dass Zertifikat nicht dem gesetzlichen Einlagensicherungsschutz unterfallen. Anleger, die hierüber nachweisbar nicht aufgeklärt worden sind, sollten Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Ansprüche verjähren in 3 Jahren nach dem Kauf der Zertifikate.

Anlagen von Lehman Brothers sind zwar von vielen Banken verkauft worden, im Zentrum der Kritik steht aber offenbar die Citibank. Auf der Internetseite www.lehman-zertifikateschaden.org melden sich jedenfalls vor allem Kunden zu Wort, die beklagen, von der Citibank nicht auf die Risiken der Zertifikate hingewiesen worden zu sein.

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 8th, 2008 No Comments

Wahl des Brokers: Trader entscheiden nach Tradingstil

Das Portal Aktienboard.com hat in einer Umfrage unter mehr als 750 Trader durchgeführt. Zur Betrachtung ihren Tradinggewohnheiten wurden unter anderem die gehandelten Produkte und der Handelsansatz, aber auch der verwendeten Broker abgefragt.

Dabei war auffällig, dass je nach Tradinggebiet und Tradingstil (Aktien, CFD, Zertifikate etc.) unterschiedliche Broker bevorzugt wurden.

Dadurch ergibt sich eine relativ große Bandbreite an verwendeten Brokern. Insgesamt kamen bei den befragten Tradern knapp 100 unterschiedliche Broker und Banken zum Einsatz. Viele Trader benutzen dabei je nach gehandeltem Produkt unterschiedliche Broker, also oftmals Spezialisten im jeweiligen Bereich.

Bei den mit CFDs handelnden Tradern erfreuten sich die Plattformen von ABN Amro, CMC Markets sowie WH Selfinvest großer Beliebtheit.
Dagegen dominierte im Bereich der Futureshändler der amerikanische Anbieter InteractiveBrokers den Markt. Unter den mit ETFs handelnden Tradern sind neben Cortal Consors und InteractiveBrokers auch die ING DiBa und E*Trade häufig verwendete Broker.

Unter allen Tradern, unabhängig davon ob CFDs, Devisen, Aktien oder ETFs etc. gehandelt wurden, ergab sich folgende Top 10:

1. Cortal Consors 16,4%
2. Interactive Brokers 13,0%
3. CMC Markets 11,3%
4. Flatex 9,4%
5. Comdirect 9,0%
6. ABN Amro marketindex 6,4%
7. Nordnet 5,6%
8. E*TRADE 5,4%
9. ING DiBa 4,9%
10. Brokerjet 4,4%

Die Befragung ergab ferner, dass ein Drittel der Teilnehmer mit einem Volumen von über 10 Trades pro Woche handelt, also über 500 Trades pro Jahr tätigt. Bei diesen aktiven Händlern sind neben Aktien insbesondere CFDs und Währungen gefragt. Frank Müller, Geschäftsführer der Trading-Community Aktienboard.com, meint dazu: „Die hohe Anzahl an aktiven Tradern spiegelt den Fokus von Aktienboard wider. Wir wollen gerade für die kurz bis mittelfristigen Händler ein attraktives Angebot stellen. Auf Aktienboard.com treffen sich die professionellen Trader, die sich unter ihres gleichen austauschen möchten. Und können!“

www.aktienboard.com

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 2nd, 2008 No Comments

Unternehmerdialog Mittelstand 2008 informiert über Finanzierungsformen in Zeiten der Banken- und Kapitalmarktkrise

Insbesondere im Mittelstand hat Mitte des Jahres die Krise am Kapitalmarkt größte Sorgen hervorgerufen. Zahlreiche Unternehmen sehen die Gefahr, dass die Liquidität in Zukunft nicht sichergestellt ist und sie sich nicht mehr ausreichend und günstig mit Kapital versorgen können. Doch mittlerweile gibt es im Bereich der Mittelstandsfinanzierung vielfältige positive Veränderungen zugunsten der Unternehmen. Seit den Eigenkapitalvereinbarungen Basel II hat sich das Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten gründlich verändert. Asset-based Finanzierungen und weitere intelligente Finanzierungsformen – beispielsweise auf Basis von immateriellen Vermögenswerten – ersetzen zunehmend die traditionelle Bankfinanzierung.

Über diese und verwandte Themen informiert der Fachkongress Unternehmerdialog Mittelstand am 30. Oktober 2008 im Hotel am Schlossgarten Stuttgart. Die Kongressteilnehmer erhalten durch Praxisberichte, Fachvorträge sowie Podiumsdiskussionen schon jetzt Informationen über die Entwicklungen der Zukunft. Im Rahmen der Key Note erläutert Prof. Dr. Karl Giersberg, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Finanzierung + Rating und Präsident des Bundesverbandes Kapital für den Mittelstand BKM e.V., explizit “Aktuelle Herausforderungen des Mittelstandes”. Weitere Referenten entstammen Private-Equity, Leasing- sowie Factoringgesellschaften. Daneben bereichern Spezialisten aus dem Bereich Asset-Based Lending, Fördermittel sowie Lean-Management Beratung das Programm.
Die Agenda wird von den Themen Wachstums- und Investitionsfinanzierung, Senkung der Kapitalkosten, Restrukturierung der Passivseite sowie Bilanz-, Steuer und Rating-Optimierung bestimmt.

Der Bundesverband Kapital für den Mittelstand BKM e.V., das UnternehmerMagazin sowie mehrere Verbände unterstützen den Kongress. Der Kongress wird gefördert von den Unternehmen Sigma Leasing GmbH, Wabeco Subventionslotse, Vantargis Factoring GmbH, GCI Management AG sowie der Staufen AG. Weitere Informationen zum Kongress unter www.unternehmerdialog-mittelstand.de.

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 1st, 2008 No Comments

Falscher Fünfziger – Jede zweite Banknotenfälschung ist ein 50€-Schein

48 Prozent aller gefälschten Euro-Geldscheine und damit fast jede zweite Banknotenfälschung ist ein Fünfziger. An zweiter Stelle folgen Zwanziger mit einem Anteil von 20 Prozent. Die größten und der kleinsten Banknote – der Fünfhunderter und der Fünfer – werden am seltensten gefälscht.

Insgesamt rund 566.000 Fälschungen flogen 2007 auf. Das ist gemessen an den über 11 Milliarden umlaufenden echten Euro-Banknoten ein sehr niedriger Anteil und belegt die hohe Fälschungssicherheit der europäischen Währung: So kommt statistisch gesehen auf etwa 20.000 echten Banknoten nur eine Fälschung. Um nicht Opfer einer Fälschung zu werden, sollten Verbraucher erhaltene Geldscheine anhand der bekannten Sicherheitsmerkmale überprüfen, wie beispielsweise Wasserzeichen, Sicherheitsfaden und Durchsichtsregister.

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite www.bankenverband.de.

obs/Bundesverband deutscher Banken

Posted by Der Finanz-Experte on Oktober 1st, 2008 No Comments