Aktionäre im Geldregen
Der Baufinanzierer Interhyp musste noch im September erhebliche Kursverluste hinnehmen. Nun werden die Anteilseigner entschädigt.
Interhyp zählt als größter unabhängiger Anbieter privater Baufinanzierungen und hat seine nach unten revidierte Prognose erfüllt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte das vermittelte Finanzierungsvolumen 5,6 Milliarden Euro, 29 Prozent mehr als im Vorjahr, aber doch deutlich unter den ursprünglich anvisierten sechs Milliarden. Der Rohertrag, also die Umsätze nach Abzug der Provisionszahlungen an Vermittler, stieg um 25 Prozent auf 75,4 Millionen Euro, fünf Millionen weniger als eigentlich geplant. Der Nachsteuergewinn lag 2007 bei 18,1 Millionen Euro und stieg damit um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Nach dieser erfolgreichen Geschäftsentwicklung sind nun Sonderausschüttungen geplant. Die Aktionäre profitieren von einer Dividende von 2,10 Euro je Aktie. Das seien drei Viertel des Jahresüberschusses. Hinzu komme noch eine Sonderausschüttung von zwei Euro je Aktie. Die großzügige Ausschüttung dürften die Anteilseigner als eine Art Entschädigung für die erlittenen Kursverluste in den vergangenen Monaten empfinden. Nach der Gewinnwarnung im September waren die Papiere von 85 Euro auf 38 Euro Anfang Februar abgestürzt.
Mit Optimismus erwartet der Vorstand beim operativen Gewinn in diesem Jahr einen Zuwachs von jeweils mindestens zehn Prozent. Interhyp erweitert zudem seinen Vorstand auf drei Personen: Spätestens im Juli soll der 34-jährige Jörg Utecht, der von der US-Investmentbank JP Morgan kommt, Finanzchef werden.
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